{"id":31,"date":"2016-07-20T12:41:15","date_gmt":"2016-07-20T10:41:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.timos-blog.de\/?p=31"},"modified":"2020-05-10T17:02:52","modified_gmt":"2020-05-10T15:02:52","slug":"tag-4","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/2016\/07\/20\/tag-4\/","title":{"rendered":"Tag 4"},"content":{"rendered":"<h3>Mittwoch 15. November 1916<\/h3>\n<p>An diesem sch\u00f6nen Vormittag des 15. Novembers, durchfuhr die Britannic, die Meeresenge von Gibraltar. In der Antike, wurden dort die Bergketten an den K\u00fcsten, der beiden L\u00e4nder, Spanien und Marokko, als &gt;&gt;S\u00e4ulen des Herakles&lt;&lt; , bezeichnet. Erfuhr die Agentin von Kapit\u00e4n Bartlett. Gemeinsam machten sie einen Spaziergang \u00fcber das Bootsdeck und genossen die Aussicht. Sie hatte heute, von Schwester Jessop frei bekommen. &gt;&gt;Und warum wurden Sie so genannt?&lt;&lt; ,wollte Jasmin wissen.<br \/>\n&gt;&gt;Weil die beiden Bergspitzen, die sich fast genau gegen\u00fcberliegen, meistens vom Nebel verdeckt werden. Dadurch wirken die Berge wie S\u00e4ulen, die bis in den Himmel reichen.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte der Captain.<br \/>\n&gt;&gt;Das ist ja hochinteressant. Was wissen Sie denn noch dar\u00fcber?&lt;&lt; ,fragte Jasmin.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&gt;&gt;Der Gott Herakles, oder wie ihn die meisten unter dem Namen Herkules kennen, war Heil und Orakelgott, Besch\u00fctzer der Sportst\u00e4tten und Pal\u00e4ste. Er wurde in den Olymp aufgenommen, als ihm g\u00f6ttliche Ehre zu Teil wurde, zw\u00f6lf schwere Aufgaben musste er daf\u00fcr l\u00f6sen.&lt;&lt; ,erz\u00e4hlte Alfred. Obwohl es rasant auf den Winter zuging, wurde jedoch das Wetter immer sch\u00f6ner. Eine warme Brise wehte \u00fcber die Decks und trug salzige Meeresluft mit sich. &gt;&gt;Ich kann mir gut vorstellen Captain, dass Sie die zw\u00f6lf Aufgaben kennen, die Herkules l\u00f6sen musste.&lt;&lt; ,erkundigte sich die Agentin. &gt;&gt;Nicht im Detail, aber soviel ich wei\u00df, musste er mit einem starken L\u00f6wen k\u00e4mpfen und einen gro\u00dfen Stier einfangen.&lt;&lt; ,erz\u00e4hlte Bartlett und wechselte nun das Thema: &gt;&gt;Gef\u00e4llt es Ihnen an Bord?&lt;&lt; ,fragte er die junge Dame.<br \/>\n&gt;&gt;Ja! Sehr sogar. Die Britannic ist wirklich ein stolzes Schiff, die Aussicht von hier oben, zu den K\u00fcsten der Welt ist einfach atemberaubend.&lt;&lt; ,erwiderte Sie.<br \/>\n&gt;&gt;Ja das stimmt! Und das Wetter k\u00f6nnte nicht sch\u00f6ner sein.&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte Bartlett gut gelaunt. &gt;&gt;Jetzt wo wir gerade so sch\u00f6n zusammen stehen, wollte ich mich nochmals bei Ihnen, wegen gestern Abend beim Dinner entschuldigen. Ich h\u00e4tte mich, mit meiner \u00c4u\u00dferung, zur\u00fcckhalten m\u00fcssen.&lt;&lt; ,meinte Jasmin geniert. &gt;&gt;Das ist wirklich nicht n\u00f6tig Madame. Viele werden sich das gleiche gedacht haben, aber nur Sie verf\u00fcgten \u00fcber den Mut, es auch laut auszusprechen.&lt;&lt; ,antwortete Alfred und fuhr fort: &gt;&gt;Die Oberschwester, hatte gestern ebenfalls eine \u00fcberaus lose Lippe. Ich wusste gar nicht das Sie so temperamentvoll sein kann?&lt;&lt; ,merkte der Captain an. &gt;&gt;Ohh doch! Ich habe Violet die letzten Tage ziemlich gut kennengelernt und habe schnell festgestellt, dass viel mehr in Ihr steckt, als es den Anschein hat.&lt;&lt; ,sagte Stroud.<br \/>\n&gt;&gt;Wie gehen eigentlich Ihre Ermittlungen voran?&lt;&lt; ,wechselte der Captain pl\u00f6tzlich das Thema.<br \/>\n&gt;&gt;Leider immer noch schleppend Captain. Mir stellen sich nach wie vor, einige schwerwiegende Fragen. Beispielsweise, wonach der Spion vielleicht sucht? F\u00fchrt er eine Waffe mit sich und kann er damit \u00fcberhaupt richtig umgehen? Hat er Informationen bei sich, oder holt er Sie erst ab? Und eine der wichtigsten Fragen, die ich mir schon oft gestellt habe ist? Steht er in Kontakt mit anderen Spionen oder Komplizen?&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Glauben Sie tats\u00e4chlich, dass es an Bord noch mehr Spione gibt?&lt;&lt; ,fragte Bartlett.<br \/>\n&gt;&gt;Das ist gut m\u00f6glich. Die Britannic ist recht gro\u00df und ein Spion schafft das hier, bestimmt nicht allein. Er muss also noch mindestens, einen Komplizen haben.&lt;&lt; ,entgegnete die Agentin. &gt;&gt;Haben Sie schon Verd\u00e4chtige?&lt;&lt; ,erkundigte er sich. &gt;&gt;Ja! Einige an Bord habe ich schon in Verdacht.&lt;&lt; ,antwortete Jasmin.<br \/>\n&gt;&gt;D\u00fcrfte ich vielleicht die Namen der Personen wissen? Es geht hier schlie\u00dflich auch, um das Wohl der Besatzung.&lt;&lt; ,bittet der Captain gutm\u00fctig.<br \/>\n&gt;&gt;Nein! Leider noch nicht. Der Verdacht muss sich erst noch erh\u00e4rten, um konkret jemanden zu nennen. Dar\u00fcber hinaus werde ich wahrscheinlich doch den Frachtraum ein wenig besser in Augenschein nehmen m\u00fcssen. Am besten w\u00e4re einmal vor Neapel und einmal, nachdem wir den Hafen wieder verlassen haben, damit mir nichts entgeht.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Stroud. Bartlett nickt zustimmend, als eine kleine britische Flugzeugstaffel von f\u00fcnf Propellermaschinen mit sehr leih wendiger Konstruktion, \u00fcber das Schiff hinweg flog.<br \/>\n&gt;&gt;Wann glauben Sie, ist dieser schreckliche Weltkrieg vorbei &lt;&lt; ,wechselte nun Jasmin den Themenbereich. Bartlett war erleichtert das endlich, dieses unangenehme Gespr\u00e4ch ein Ende fand, er h\u00e4tte lieber erst gar nicht davon anfangen sollen, denn das hatte wiederum leichte Bauchscherzen bei ihm ausgel\u00f6st. Dennoch musste er dringend mit dem Admiral telefonieren, sobald das Schiff in Neapel eingelaufen war. Nicht nur der Spion, entwickelte sich langsam zu einem Problem, sondern auch die britische Agentin. &gt;&gt;Viele sagen der Krieg wird bis Weihnachten vorbei sein, aber nach meiner Einsch\u00e4tzung nach, wird er sich bis Mitte n\u00e4chsten Jahres noch hinziehen.&lt;&lt; ,antwortete Alfred.<br \/>\n&gt;&gt;Sie denken wirklich er ist erst 1917 vorbei? Dann sterben ja weitere, unz\u00e4hlige Menschen in diesem sinnlosen Krieg.&lt;&lt; ,meinte Jasmin verschreckt.<br \/>\n&gt;&gt;Das hat ein Krieg nun mal so an sich, das viele Menschen sinnlos geopfert werden, um vielleicht doch noch einen Sieg zu erringen. Aber genau daf\u00fcr, sind wir und die Britannic im Einsatz, um den Leuten in dieser Schlimmen Phase zu helfen.&lt;&lt; ,antwortete er.<br \/>\n&gt;&gt;Da haben Sie recht! Wir sollten das beste hoffen und auf das schlimmste gefasst sein.&lt;&lt; ,erg\u00e4nzte die Agentin den Satz.<\/p>\n<p>Als die beiden am Heck des Schiffes angelangt waren, spielten einige der Schwesternkollegen dort Shuffleboard, sie genossen ebenfalls ihre frei Zeit auf der Britannic. Der Platz daf\u00fcr war bei dem Umbau des Schiffes vergessen, oder absichtlich nicht abgebaut worden. Das spielte jedoch, f\u00fcr niemanden eine Rolle, den die Leute hatten eine Menge Spa\u00df dabei. Mit einem Holzschieber wurden die runden Scheiben, weit \u00fcber das Deck geschupst. Dabei kam es schon mal vor, dass die kleine rote Scheibe im Meer verschwand. &gt;&gt;Wollen Sie eine Partie, mit mir wagen?&lt;&lt; ,fragte Bartlett die junge Agentin. Stroud sch\u00fcttelte abneigend den Kopf: &gt;&gt;Nein danke! Ich bin grottenschlecht in diesem Spiel. Ich w\u00fcrden wahrscheinlich alle Scheiben im Meer versenken.&lt;&lt;<\/p>\n<p>Der Captain lachte \u00fcber diesen Scherz laut auf: &gt;&gt;Glauben Sie mir, niemand hier an Bord, beherrscht dieses Spiel einwandfrei, Sie brauchen sich nicht zu genieren.&lt;&lt; Trotzdem blieb Jasmin bei ihrer Entscheidung und winkte ab. Alfred versuchte Sie dennoch, zu anderen Aktivit\u00e4ten anzuregen: &gt;&gt;Wenn Ihnen Shuffleboard nicht zusagt, gibt es hier an Bord, noch andere Freizeitbesch\u00e4ftigung zum Zeitvertreib.&lt;&lt; &gt;&gt;Welche denn?&lt;&lt; ,fragte Stroud verwundert nach. Auf dem obersten Bootsdeck in der Mitte des Schiffes, dort wo normalerweise sich die Turnhalle befindet, haben einige Krankenschwestern zusammen, eine kleine Bibliothek eingerichtet. Bei jeder Fahrt, werden es mehr B\u00fccher und ich hoffe, wir werden noch viele Fahrten durchf\u00fchren. Jasmin schaute Bartlett erstaunt an, w\u00e4hrend er noch mehr aufz\u00e4hlte: &gt;&gt;Ganz tief unten im Bauch der Britannic, befindet sich auch noch ein Squashplatz und ein Schwimmbad.&lt;&lt;<\/p>\n<p>Die Agentin runzelte die Stirn: &gt;&gt;Sie nehmen\u00a0mich doch auf den Arm oder&lt;&lt;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Doch Bartlett sch\u00fcttelte den Kopf: &gt;&gt;Nein Miss Stroud, dass ist kein Witz. Diese R\u00e4umlichkeiten gibt es hier wirklich, allerdings sind Sie leider nicht zu benutzen. Das Schwimmbad ist leer und wurde noch nicht einmal richtig fertiggestellt, der Squashplatz hingegen, war schon mal ge\u00f6ffnet, wurde aber dann auch geschlossen, weil er noch immer Sicherheitsm\u00e4ngel aufweist. Aber die Bibliothek ist immer ge\u00f6ffnet.&lt;&lt;<\/p>\n<p>&gt;&gt;Aber warum k\u00fcmmert sich keiner um diese R\u00e4ume?&lt;&lt; ,wollte Jasmin unbedingt wissen. Bartlett versuchte es ihr, zu erkl\u00e4ren: &gt;&gt;W\u00e4re die Britannic wirklich ein Passagierschiff geworden, h\u00e4tte man sich um diese Anlagen gek\u00fcmmert und auch das richtige Personal daf\u00fcr eingestellt, aber dem ist leider nicht so. Das Schiff wurde in aller Eile, in ein Hospitalschiff umgewandelt, die R\u00e4ume waren somit unn\u00f6tig geworden und niemand brauchte sich darum k\u00fcmmern. Zurzeit geh\u00f6rt die Britannic der Royal Navy und ist kein Ausflugsdampfer mehr wie fr\u00fcher. Sollte sich aber daran etwas \u00e4ndern, sind die R\u00e4umlichkeiten schon vorhanden und m\u00fcssen nur wieder in neuen Glanz aufpoliert werden.&lt;&lt;<\/p>\n<p>Die Agentin verstand,\u00a0worauf der Captain hinaus wollte, jedoch verstand Sie nicht, warum man den\u00a0Patienten, nicht ein wenig Luxus zur\u00fcck gelassen hatte, um ihre Genesung, damit vielleicht etwas\u00a0zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Zur Mittagszeit, a\u00dfen alle \u00c4rzte und Schwestern gemeinsam wieder im Saal, wie alle Tage zuvor, setzte sich die Oberschwester neben Jasmin auf den Platz: &gt;&gt;Wohin sind Sie gestern Nacht so schnell verschwunden? Ich dachte, Sie wollten sich nur kurz frisch machen?&lt;&lt; ,fragte Jessop.<br \/>\nMit ged\u00e4mpfter Stimme, sprach Jasmin \u00fcber das erlebte: &gt;&gt;Ich bin gestern Nacht, Graham gefolgt, als er sich von dem Dinner verabschiedet hatte und wollte Wissen, wo er hingeht.&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte Stroud. Viele ihrer Nachbarn am Tisch, waren selbst in hitzige Diskussionen verwickelt, Sie bemerkten die beiden Schwestern und Ihre Unterhaltung nicht. Violet sprach trotzdem leise:&gt;&gt;Jacob wollte doch schlafen gehen oder? Was hast du gesehen?&lt;&lt;<\/p>\n<p>&gt;&gt;Jacob, ging nicht sofort zu seiner Kabine, sondern war drau\u00dfen auf dem Bootsdeck unterwegs und hat etwas, in einem der Rettungsboote gemacht. Ich habe Ihn sozusagen, auf frischer Tat ertappt.&lt;&lt; ,erz\u00e4hlte die Agentin weiter. &gt;&gt;Willst du damit sagen, dass er der Spi&#8230;&lt;&lt;<\/p>\n<p>Jasmin hielt der Oberschwester augenblicklich mit den H\u00e4nden den Mund zu, bevor Sie noch mehr W\u00f6rter von sich gab: &gt;&gt;Seien Sie bitte still! Oder wollen Sie das meine Tarnung auffliegt?&lt;&lt;<\/p>\n<p>Jessop, sch\u00fcttelte den Kopf und Stroud, nahm ihre H\u00e4nde wieder weg: &gt;&gt;Ich habe nur den Verdacht, dass er es ist, aber Graham, ist weder ein Deutscher, noch habe ich gen\u00fcgend Beweise daf\u00fcr. Er zurzeit mein Hauptverd\u00e4chtiger.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Sie Ihr.<br \/>\n&gt;&gt;Was war eigentlich in dem Rettungsboot, in dem Jacob drin war? Will er Sie alle sabotieren?&lt;&lt; ,fragte sich Violet.<br \/>\n&gt;&gt;Ich war nicht oben und hatte noch keine Zeit daf\u00fcr. Mir w\u00e4re es n\u00e4mlich lieber, wenn ich Graham, nochmals dort erwischen w\u00fcrde, damit wir sicher sein k\u00f6nnen. Denn im Moment, darf ich an dem Boot nichts ver\u00e4ndern, er w\u00fcrde es wahrscheinlich merken. Meine jetzige Aufgabe wird sein, an den Secret Service, in London zu telegrafieren, vielleicht k\u00f6nnen die mir Genaueres mitteilen und mir mehr Infos, \u00fcber einige Crewmitglieder sagen.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Jasmin. &gt;&gt;Aber wie wollen Sie den in den Funkraum gelangen? Er ist Tag und Nacht besetzt?&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Das lassen Sie mal meine Sorge sein.&lt;&lt; ,sagte die Agentin und erhob sich vom Tisch.<br \/>\nStroud suchte augenblicklich den Offizier William Laws auf, Sie wusste, dass er Ihr nicht abgeneigt war und konnte ihn bestimmt mit der richtigen Masche um den Finger wickeln.<br \/>\n&gt;&gt;Mister Laws! H\u00e4tten Sie einen Moment f\u00fcr mich?&lt;&lt; ,sagte Jasmin, als Sie ihn sah.<br \/>\n&gt;&gt;F\u00fcr eine so h\u00fcbsche und bezaubernden Dame, nehme ich mir immer gerne Zeit. Um was geht es denn?&lt;&lt; ,fragte er nach.<br \/>\n&gt;&gt;Ich m\u00fcsste dringend in den Funkraum und den SIS kontaktieren, aber der Funkraum ist immer besetzt. Ich w\u00fcnsche mir nur ein wenig mehr Diskretion f\u00fcr einige Minuten, um meine Nachricht abzuschicken.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Sie ihm spitzb\u00fcbisch.<br \/>\n&gt;&gt;Ich verstehe Ma`am! Ich soll unsere Funker etwas ablenken, damit Sie dort rein k\u00f6nnen.\u00a0Wie lange w\u00fcrden Sie den brauchen?&lt;&lt; ,fragte der Offizier und war sofort im Bilde.<br \/>\n&gt;&gt;Mindestens zwanzig Minuten, vielleicht auch l\u00e4nger.&lt;&lt; ,erwiderte Sie.<br \/>\n&gt;&gt;Das ist unm\u00f6glich! Ich kann Ihnen h\u00f6chstens eine viertel Stunde geben, mehr aber auch nicht, sonst w\u00fcrde es verd\u00e4chtig wirken.&lt;&lt; ,antwortete Laws.<br \/>\n&gt;&gt;Also sch\u00f6n! Ich nehme die viertel Stunde, dann werde ich versuchen, schneller zu Arbeiten.&lt;&lt; ,f\u00fcgte die Agentin hinzu.<\/p>\n<p>William f\u00fchrte die beiden Funker, wegen einer dummen Lappalie, aus dem Raum heraus und besch\u00e4ftigte Sie. W\u00e4hrend Jasmin, schnell in den Funkraum schl\u00fcpfte, sowie die T\u00fcr hinter sich verschloss.<br \/>\nMit einem englischen Geheimcode, f\u00fcr Agenten gedacht und flinken Fingern tippte Sie die Nachricht ein:<br \/>\n<strong>&gt;&gt;An den MI6 in London Stopp! Von Agentin Jasmin Stroud, auf der Britannic Stopp! Meine Ermittlungen gehen gut voran Stopp! Habe bereits einige Verd\u00e4chtige Stopp! <\/strong><strong>Mein konkreter Verdacht, liegt bei Jacob Graham Stopp! Erbitte um Informationen \u00fcber ihn und der gesamten Mannschaft Stopp! Werde weiter machen wie bisher Stopp! Ich melde mich wieder, mit weiteren Neuigkeiten Stopp!&lt;&lt;<\/strong><\/p>\n<p>Die restliche Zeit nutzte Jasmin, um ein wenig im Funkraum herumzuschn\u00fcffeln, Sie durchsuchte die Schubladen und Schr\u00e4nke genau. Leider fand Sie nichts Besonderes au\u00dfer, alten Funkspr\u00fcche und Schriftst\u00fccken, die total Wertlos waren. Auf ein schnelles R\u00fccktelegramm, konnte Sie die n\u00e4chste Zeit nicht hoffen, weil nun das Umfeld des Verd\u00e4chtigen, erst einmal \u00fcberpr\u00fcft wurde. Aber sobald das Schiff in Neapel eingelaufen ist, wird Stroud eine Nachricht nach London schicken und sich die Informationen holen, die sie brauchte.<br \/>\nDanach schlich Jasmin wieder unbemerkt aus dem Raum heraus, runter zu ihren Kolleginnen und machte Halt an der Bibliothek, um sich ein Buch vor\u00fcbergehend auszuleihen.<\/p>\n<p>Ein deutscher Offizier des U-Bootes, h\u00f6rte die Nachricht von Stroud mit und hielt alles auf Papier fest. Sogleich brachte er es zum Kommandanten: &gt;&gt;Herr Kapit\u00e4n! Ich habe eine Botschaft von der Britannic abgefangen, leider ergibt Sie keinen Sinn, es passt nichts zusammen!&lt;&lt;<br \/>\nDer befehlshabende Offizier, entriss dem Kollegen das Schriftst\u00fcck und schaute genauso verwirrt, wie gerade noch sein Kollege: &gt;&gt;Diese Nachricht wurde verschl\u00fcsselt, aber nicht von einem deutschen. Es muss sich also noch jemand anders auf dem Schiff aufhalten, der eigene Verschl\u00fcsselungscodes besitzt. Im Moment ist diese Nachricht f\u00fcr uns wertlos, aber sollte sich unser Spion erneut melden, muss er davon erfahren.&lt;&lt; ,erwiderte der Kapit\u00e4n. Der Funker salutierte und best\u00e4tigte den Befehl mit einem: &gt;&gt;Jawohl Sir!&lt;&lt;<\/p>\n<p>Am Nachmittag dieses sch\u00f6nen Tages, wurde der Probealarm auf der Britannic ausgel\u00f6st. Jeder sollte sich oben an Deck melden, ruhe bewahren und in eines der Rettungsboote steigen, dass von Matrosen, als auch Offizieren, vorbereitet wurde. Der Alarm klang laut und schrill, er l\u00f6ste bei vielen sofort leichte Nervosit\u00e4t aus. Auch die Schotten wurden vor\u00fcbergehend geschlossen, um simulierte Wassereinbr\u00fcche augenblicklich einzud\u00e4mmen. Alle Heizer, Trimmer und Maschinisten, die Gl\u00fcck hatten, den zugleitenden Schotten zu entgehen, mussten sich ebenfalls an Deck melden. Die anderen, die es nicht zu den Booten geschafft hatten, konnten es bei der n\u00e4chsten \u00dcbung, noch einmal versuchen. Mit schwarzen Ru\u00df Fingern, Klamotten und Gesichtern, setzten Sie sich neben Stroud ins Boot und beschmutzten Ihre Krankenschwester Uniform.<br \/>\nMehrmals wurde der Probealarm ge\u00fcbt, um die Zeit zu verk\u00fcrzen in die Boote zu steigen und an der Bordwand herab zu lassen. Der Captain stand mit seiner vergoldeten Taschenuhr, an der Reling und \u00fcberpr\u00fcfte die Zeit genau: &gt;&gt;Nun Gut, wir machen eine kurze Pause! Das beste und schnellste Ergebnis, dass wir abliefern konnten, waren, etwas mehr als achtundzwanzig Minuten. Das leider schlechteste, achtundvierzig Minuten. Wir werden jetzt noch einmal, einen Probealarm versuchen, dann machen wir Schluss f\u00fcr heute. Nehmen Sie bitte, wieder Ihre Arbeitspl\u00e4tze ein und wenn der Alarm zu h\u00f6ren ist, m\u00f6chte ich, dass Sie in geordneten reihen und mit so wenig Chaos wie m\u00f6glich, hier zu mir herauf kommen und in die Boote steigen. Also noch mal von vorne bitte!&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Bartlett leicht ver\u00e4rgert. Es stand in seiner Verantwortung, ob eine Havarie, gut oder schlecht ausging.<br \/>\nNachdem sich alle wieder im Schiff verteilt hatten, erklang der schrille Alarmton zum f\u00fcnften Mal, sofort rannten die Ersten, wie von einer Tarantel gestochen los. Geordnet und ohne Chaos sah das zwar nicht unbedingt aus, aber zumindest ging alles sehr ruhig vonstatten, keiner kam auf die Idee, wie ein wild gewordener Affe herumzubr\u00fcllen und in Panik zu verfallen.<br \/>\nBei zweiunddrei\u00dfig Minuten und f\u00fcnfzig Sekunden war der Letzte, der es geschafft hatte, an Deck angekommen und stieg in eines der kleinen Boote. Alfred war recht zufrieden mit dieser Bewertung.<br \/>\nAnschlie\u00dfend verstreuten sich die Besatzungsmitglieder erneut an Bord und nahmen, Ihre normale Arbeit wieder auf.<br \/>\nGraham schlich sich, w\u00e4hrend des Probealarms fort und hatte andere Pl\u00e4ne, die er ausf\u00fchren musste. Durch die vielen Leute an Deck, bemerkte niemand, dass einer der Offiziere fehlte. In einem winzigen Moment, in dem sich Jacob unbeobachtet f\u00fchlte, warf er am Bug einige schwere und lange Seile \u00fcber Bord. In der Hoffnung, dass Sie sich in den Schiffsschrauben verfangen w\u00fcrden, um die Britannic zu verlangsamen. Die U-37 kam dem gro\u00dfen Dampfer, kaum hinterher und waren schon l\u00e4nger, aus dem Schussfeld entkommen, aber durch dieses Vorhaben, k\u00f6nnte sich das schnell wieder \u00e4ndern.<br \/>\nKurz vor der Abendmahlzeit gegen siebzehn Uhr drei\u00dfig, gab es pl\u00f6tzlich einen leichten Ruck, der durch das ganze Schiff fuhr. Er war kaum bemerkt worden und viele hatten ihn auch gar nicht registriert. Aber weil Jasmin das erste Mal auf einem Schiff war, reagierte Sie sehr sensibel, auf kleinste Ver\u00e4nderungen: &gt;&gt;Haben Sie das gesp\u00fcrt?&lt;&lt; ,fragte Stroud Ihre Kolleginnen. Viele der Schwestern schauten Sie an, als w\u00e4re Sie von einem anderen Planeten, aber Mattison hatte es auch gemerkt: &gt;&gt;Ich schon! Was war das?&lt;&lt; ,fragte Sie mit piepsiger stimme. &gt;&gt;Ich werde mich erkundigen.&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte die Agentin und verlie\u00df das Achterdeck des Schiffes. Nach dem Probealarm, hatten sich einige Krankenschwestern dort versammelt, um weitere Runden Shuffleboard zu spielen, diesmal schloss sich Jasmin mit Violet an.<\/p>\n<p>Auf der Br\u00fccke, sp\u00fcrte man den Ruck ebenfalls und kurze Zeit sp\u00e4ter, meldete sich der Chef Ingenieur \u00fcber das Sprachrohr: &gt;&gt;Maschinenraum an Br\u00fccke! Maschinenraum an Br\u00fccke! H\u00f6rt mich jemand?&lt;&lt; ,rief er durch das Rohr, dass die Br\u00fccke mit einigen wichtigen R\u00e4umen verband. &gt;&gt;Was gibt es Mr. Fleming?&lt;&lt; ,fragte der Captain.<br \/>\n&gt;&gt;Die mittlere Schraube hat sich festgefressen Sir. Wir mussten die Maschinen abschalten, damit Sie nicht hei\u00df laufen. Bestimmt ist wieder etwas in die Schraube geraten und hat sich umwickelt. Wir m\u00fcssen vorerst anhalten.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte der Ingenieur. &gt;&gt;Nein! Wir werden auf keinen Fall jetzt anhalten, dass Gew\u00e4sser ist hier viel zu gef\u00e4hrlich! Wir sollten es in Neapel reparieren lassen.&lt;&lt; ,meinte Bartlett durch das Mundst\u00fcck. &gt;&gt;In Ordnung Captain. Wir werden trotzdem noch einige Versuche unternehmen, vielleicht l\u00f6st es sich von allein. Sie wissen Captain, dass wir dadurch, deutlich an Geschwindigkeit verlieren werden, auch wenn die beiden Au\u00dfenschrauben weiter laufen.&lt;&lt; ,verk\u00fcndete Thomas. &gt;&gt;Von wie vielen Knoten sprechen wir hier.&lt;&lt; ,schaltete sich jetzt auch Hume mit ein, der etwas sp\u00e4ter dazu kam. &gt;&gt;Sieben bis acht Knoten verlieren wir h\u00f6chstwahrscheinlich. Wir werden aber die anderen beiden Schrauben auf Volllast laufen lassen, um so wenig Zeit wie m\u00f6glich zu vergeuden.&lt;&lt; ,versicherte der Chef Maschinist.<br \/>\n&gt;&gt;Gut! Halten Sie mich bitte auf dem Laufenden!&lt;&lt; ,sagte Bartlett anges\u00e4uert.<\/p>\n<p>Einen Moment sp\u00e4ter, kam die Agentin, auf der Br\u00fccke an: &gt;&gt;Ich habe einen leichte Ersch\u00fctterung gesp\u00fcrt. Ist etwas passiert?&lt;&lt; ,wollte Sie wissen.<br \/>\n&gt;&gt;Kein Grund zur Panik Miss Stroud. Wir haben alles unter Kontrolle! Es ist nur etwas in die Schraube gelangt. Das uns etwas sp\u00e4ter, in Neapel einlaufen l\u00e4sst, nichts Besonderes.&lt;&lt; ,sagte der Captain beruhigend. &gt;&gt;Kommt so etwas \u00f6fter vor?&lt;&lt; ,fragte Jasmin angespannt.<br \/>\n&gt;&gt;Es kommt eigentlich sehr h\u00e4ufig vor, auf hoher See, Ma&#8217;am. Ein Schiff verliert gerne mal Seile oder Segeltuch. Wie bereits gesagt, es gibt keinen Grund zur Panik.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Alfred.<br \/>\nJasmin war dennoch, nicht ganz wohl bei der Sache. <em>&#8211; Entweder war es wirklich nur ein zuf\u00e4lliger Unfall, oder der Spion hatte wieder einmal seine Finger im Spiel. Aber wozu sollte er das Schiff, verlangsamen wollen? Oder ist der Plan schiefgegangen und er wollte die Britannic eigentlich zum Halten bringen? &#8211;<\/em> dachte Stroud, als Sie von der Br\u00fccke geschmissen wurde.<br \/>\nIn der Nacht des gleichen Tages, als Jacob Graham Kontakt mit der U-37 aufnahm, wurde er \u00fcber die schlechte Nachricht umgehend informiert:<\/p>\n<p><strong>&gt;&gt;Es ist ein weiterer Spion auf der Britannic Stopp! Arbeitet nicht f\u00fcr Deutschland Stopp! Er hat Dich wahrscheinlich im Visier Stopp! Tarnung beibehalten und diskret vorgehen Stopp!&lt;&lt;<\/strong><br \/>\nAls er das h\u00f6rte, wurde er \u00e4u\u00dferst w\u00fctend und h\u00e4tte am liebsten sofort, den Angriff auf das Hospitalschiff angeordnet. Aber jetzt wo er schon fast entlarvt war, musste er sehr vorsichtig und zur\u00fcckhaltend vorgehen. Er antwortete zur\u00fcck:<br \/>\n<strong>&gt;&gt;Habe verstanden Stopp! Der Plan wird trotzdem vorgesetzt Stopp! Habe das Schiff verlangsamt Stopp! Morgen fr\u00fch um 8:10 Uhr ist es soweit Stopp!&lt;&lt;<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch 15. November 1916 An diesem sch\u00f6nen Vormittag des 15. Novembers, durchfuhr die Britannic, die Meeresenge von Gibraltar. In der Antike, wurden dort die Bergketten an den K\u00fcsten, der beiden L\u00e4nder, Spanien und Marokko, als &gt;&gt;S\u00e4ulen des Herakles&lt;&lt; , bezeichnet. Erfuhr die Agentin von Kapit\u00e4n Bartlett. Gemeinsam machten sie einen Spaziergang \u00fcber das Bootsdeck und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31"}],"version-history":[{"count":31,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":425,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31\/revisions\/425"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}