{"id":33,"date":"2016-07-20T12:40:54","date_gmt":"2016-07-20T10:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.timos-blog.de\/?p=33"},"modified":"2020-05-13T13:54:54","modified_gmt":"2020-05-13T11:54:54","slug":"tag-5","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/2016\/07\/20\/tag-5\/","title":{"rendered":"Tag 5"},"content":{"rendered":"<h3>Donnerstag 16. November 1916<\/h3>\n<p>An diesem wunderbaren Donnerstagmorgen, schlug die Stunde der Wahrheit. In wenigen Minuten, sollte die Britannic torpediert und auf den Grund des Mittelmeers, geschickt werden. Zielgenau musste der alleinige Burgtorpedo das Schiff so hart treffen, dass salziges Meerwasser in gro\u00dfen Mengen eindringen konnte. Das Hospitalschiff, hatte immer noch Schwierigkeiten mit den Maschinen und war nur auf f\u00fcnfzehn Knoten beschr\u00e4nkt, w\u00e4hrend sich das U-Boot wie ein gefr\u00e4\u00dfiger Hai, an seine humpelnde Beute heranschlich.<br \/>\nEs schlug gerade acht Uhr morgens, als die Nachtschicht der Heizer, Trimmer und Maschinisten auf der Britannic zu Ende ging. Die Fr\u00fchschicht \u00fcbernahm nun die vorherigen Posten. Einige Decks weiter oben, wurden die Bullaugen aufgeklappt, um die OP S\u00e4le wieder einmal gut durchzul\u00fcften. Jeder Morgen war gleich aufgebaut und routiniert. Somit wusste, Graham genau bescheid, wann der richtige Moment gekommen war. Dieser gewissenhafte Ablauf, der Besatzung und der Krankenschwestern, nutzte er zu seinem Vorteil aus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&gt;&gt;Die vorderen Torpedorohre \u00f6ffnen und bew\u00e4ssern!&lt;&lt; ,schrie der deutsche Kommandant.<\/p>\n<p>George Perman und James Vickers, die im Kr\u00e4hennest der Britannic Ausschau hielten, konnten von Weitem ein Kriegsschiff ausfindig machen, als auch laut h\u00f6ren. Es war der Britisches Kreuzer HMS Victory, der in diesen Gew\u00e4ssern patrouillierte. Er machte sich, mit seinem Nebelhorn bemerkbar und holte schnell von hinten auf. Das Echolot der Victory, hatte die U-37 bereits geortet, ein dringendes Telegramm, wurde an das Lazarettschiff gesendet.\u00a0 Sogleich lief der junge Funker zu Bartlett und informierte ihn: &gt;&gt;Captain! Die HMS Victory meldet ein feindliches U-Boot in der N\u00e4he, wir sollen die Geschwindigkeit erh\u00f6hen sowie, einen Zickzack Kurs einschlagen.&lt;&lt; ,berichtete er.<br \/>\n&gt;&gt;Verdammt! Das hat uns gerade noch gefehlt!&lt;&lt; ,erwiderte der Captain und entriss dem jungen Burschen das Telegramm, um es selber zu lesen: &gt;&gt;Danke Mr. Calvet! Wir k\u00fcmmern uns darum.&lt;&lt; ,versicherte er dem Funker und schickte ihn weg.<br \/>\n&gt;&gt;Captain! Wir k\u00f6nnen aber nicht schneller werden.&lt;&lt; ,sagte Laws aufgeregt.<br \/>\n&gt;&gt;Das wei\u00df ich selber!&lt;&lt; ,schrie Alfred los. &gt;&gt;Steuermann! drehen Sie nach Norden ab!&lt;&lt;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit weiterhin gleichbleibender Geschwindigkeit von f\u00fcnfzehn Knoten, drehte die Britannic in Richtung Norden. Aus diesem Grund wurde die Silhouette des Hospitalschiffes schmaler und Sie waren schwerer zu erfassen.<\/p>\n<p>Es war kurz vor acht Uhr zehn, die letzten Justierungen an dem Torpedo, wurden vorgenommen und die Zeit eingestellt. Dann war er im Rohr, bereit abgefeuert zu werden. Auch das U-Boot, erhielt die wichtige Nachricht des Kreuzer, die immer noch den Funk der Britannic abh\u00f6rten. &gt;&gt;Herr Kapit\u00e4n! Die Victory hat uns bereits entdeckt, Sie das Hospitalschiff gewarnt. Sollen wir abbrechen oder fortfahren?&lt;&lt; ,fragte der erste Offizier.<br \/>\nAngespanntes Schweigen legte sich \u00fcber die deutsche Mannschaft , sollten Sie das Risiko eingehen, oder lieber so schnell wie m\u00f6glich von der Bildfl\u00e4che verschwinden?<br \/>\n&gt;&gt;Wir bleiben und versenken das Schiff! Auf mein Zeichen!&lt;&lt; ,sagte der Kommandant. Auf der U-37 stieg die Nervosit\u00e4t stark an, den der britische Kreuzer war bereits ziemlich nahe gekommen und kam unerbittlich n\u00e4her.<br \/>\n&gt;&gt;Feuer!&lt;&lt; ,rief der Kapit\u00e4n, doch kein Torpedo verlie\u00df das Rohr. Er drehte sich zu seinem Waffenoffizier um, der schwei\u00dfgebadet und auf wackligen Beinen erstarrt war. &gt;&gt;M\u00fcller! Ich gab Ihnen einen Befehl! Feuern Sie den Torpedo ab!&lt;&lt; ,z\u00fcrnte er.<br \/>\nDer Frischling hatte den Finger schon auf dem roten Knopf, konnte sich aber nicht dazu \u00fcberwinden abzudr\u00fccken: &gt;&gt;Es tut mir leid Herr Kapit\u00e4n, aber wir w\u00fcrden ein hilfloses Lazarettschiff versenken. Ich m\u00f6chte nicht, dass das Blut von Unschuldigen an meinen H\u00e4nden klebt.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte er verst\u00f6rt.<br \/>\n&gt;&gt;Sind Sie wahnsinnig! Die Britannic transportiert Waffen, damit haben Sie die Genfer Konventionen gebrochen, also werden wir dieses Schiff versenken, egal ob Lazarett oder nicht! F\u00fcr den Sieg Deutschlands!&lt;&lt; ,rief der Kapit\u00e4n. Der erste Offizier des U-Bootes, schubste den Feigling zur Seite und bet\u00e4tigte den roten Knopf.<br \/>\nDer einzelne Torpedo machte sich mit einem Affenzahn, schnurstracks auf den Weg zum Ziel. Durch die lange Verz\u00f6gerung und dem \u00c4rger mit dem J\u00fcngling, verfehlte der Torpedo die Britannic um Haaresbreite. Hinzu kam, dass sich das britische Kriegsschiff dazwischen warf. Der Torpedo flitzte nur knapp, am Bug der Victory und am Heck des Hospitalschiffes vorbei. Er explodierte weit entfernt im seichten Wasser, vor den K\u00fcsten Sardiniens. Ein hartes Wendeman\u00f6ver brachte die Victory, wieder auf Abfangkurs in Richtung des U-Bootes und sch\u00fcchterte Ihren Gegner, mit einigen Sch\u00fcssen aus den Gesch\u00fctzen ein.<\/p>\n<p>&gt;&gt;Wir haben die Britannic nicht erwischt Sir! Uns bleibt aber keine Zeit es noch einmal zu versuchen, das Kriegsschiff ist schon nahe! Wir m\u00fcssen sofort tauchen!&lt;&lt; ,schrie der zweite Offizier.<br \/>\n&gt;&gt;Alle Man auf Tauchstation!&lt;&lt; ,rief der Kapit\u00e4n hastig aus.<br \/>\nDie U-37, tauchte so schnell es ging nach unten und f\u00fcllte seine halbvollen Tanks \u00e4u\u00dferst geschwind mit Wasser, w\u00e4hrend der britische Kreuzer \u00fcber Sie hinweg fuhr, als auch Wasserbomben abwarf. Das U-Boot knarrte und quietschte laut auf, als Sie ununterbrochen nach unten sanken, permanent wurde der Wasserdruck gr\u00f6\u00dfer. Immer lauter wurde das kr\u00e4chzen und Knarren, als es noch tiefer nach unten ging. Die Mannschaft hatte schon die Bef\u00fcrchtung, dass in jedem Augenblick das Material nachgab und es zu Ende w\u00e4re, aber die Au\u00dfenwand hielt stand.<br \/>\nDie Bomben explodierten in geringem Abstand zueinander unter Wasser, sie formten gro\u00dfe Detonationsdruckwellen, die das U-Boot ausschalten sollten. M\u00e4chtige Font\u00e4nen, schossen dann aus dem Meer heraus und rieselten als Regen wieder herab. Als das Echolot der HMS Victory nichts mehr anzeigte, drehte der Kreuzer ab und erkl\u00e4rte das U-37 f\u00fcr zerst\u00f6rt, jedoch gab es daf\u00fcr keine Garantie.<\/p>\n<p><em>&#8211; Mit viel Gl\u00fcck, sowie Mut der einzelnen Parteien, konnte eine gro\u00dfe Katastrophe heute verhindert werden. &#8211;<\/em> dachte sich Bartlett, der mit seinem Fernglas dem Kreuzer hinterher schaute. Die Victory lie\u00df das Nebenhorn nochmals ert\u00f6nen, um sich von der Britannic zu verabschieden und nahm dann, ihren Patrouillenfahrt wieder auf.<br \/>\n&gt;&gt;Mister Hume! Gehen Sie in den Funkraum, schicken Sie mit Calvet ein &gt;&gt;Dankesch\u00f6n! An den Kreuzer ab.&lt;&lt; ,befahl Charles.<br \/>\nMit einem nicken und flinken F\u00fc\u00dfen verschwand der erste Offizier von der Br\u00fccke.<br \/>\nNat\u00fcrlich blieb das Geschehen nicht unentdeckt, viele \u00c4rzte als auch Krankenschwestern, waren deshalb sehr beunruhigt. Auch bei Jasmin l\u00f6ste das, gro\u00dfe Angst aus. <em>&#8211; Wenn der Spion in diesen Zwischenfall verwickelt war, hatte er es hier bei Weitem \u00fcbertrieben &#8211;<\/em> dachte sich Stroud und rannte ungehalten auf die Br\u00fccke, um Genaueres zu erfahren: &gt;&gt;Was zu Teufel geht hier vor sich?&lt;&lt; ,fragte Sie aufgeregt.<br \/>\n&gt;&gt;Miss Stroud, sie k\u00f6nnen sich wieder beruhigen und zur\u00fcck an die Arbeit gehen. Es ist alles unter Kontrolle.&lt;&lt; ,erwiderte Bartlett.<br \/>\n&gt;&gt;Das habe ich schon mal geh\u00f6rt. Ich w\u00fcrde Ihnen gerne glauben, aber sicher f\u00fchle ich mich noch lange nicht! Was ist passiert?&lt;&lt; ,fragte Sie erneut.<br \/>\nOffizier Hume antwortete: &gt;&gt;Es gab einen U-Bootangriff auf uns, doch der britische Kreuzer HMS Victory hat sich mutig entgegen gestellt und den Angriff abgewehrt.&lt;&lt; ,erz\u00e4hlte er stolz.<br \/>\n&gt;&gt;Haben wir irgendwelche Sch\u00e4den davon getragen?&lt;&lt; ,wollte die Agentin wissen.<br \/>\n&gt;&gt;Zum Gl\u00fcck keine. Wir setzen unsere Fahrt fort und werden morgen Abend Neapel, mit ein wenig Zeitverlust erreichen.&lt;&lt; ,antwortete der Captain gelassen.<br \/>\nJasmin blieb trotzdem angespannt, h\u00e4tte der Kreuzer nicht eingegriffen, w\u00e4re die Britannic schon am Meeresgrund. Eine andere Frage, die sich Ihr nun stellte, war:<br \/>\n<em>&#8211; Wer hatte es auf die Britannic abgesehen und warum? Es herrschte zwar Krieg, aber niemand durfte auf ein Lazarettschiff schie\u00dfen, das war so in den Genfer Konventionen festgehalten worden. Hatte der deutsche Spion wieder etwas damit zu tun? Oder war das nur wieder reiner Zufall? Und welchem Land geh\u00f6rte das U-Boot an? &#8211;<\/em><br \/>\nFragen \u00fcber Fragen, die es zu beantworten galt, aber gab es \u00fcberhaupt Antworten darauf?<br \/>\nZur Mittagszeit, befragte Stroud die Offiziere Hume und Laws, sowie den Captain und die Oberschwester, \u00fcber den Tathergang. Um die Befragung etwas lockerer zu gestalten, fand das Gespr\u00e4ch im Besprechungsraum des Captains statt. Dort wo erst k\u00fcrzlich, das Dinner abgehalten wurde. Auch diesmal hielt Sie alles auf ihren Block fest: &gt;&gt;Captain! Erz\u00e4hlen Sie bitte als Erster. Was genau ist geschehen?&lt;&lt; ,fragte Sie.<br \/>\nNachdem Bartlett ihr die Situation geschildert hatte, war der n\u00e4chste an der Reihe:<br \/>\n&gt;&gt;Nun zu Ihnen Mister Hume! K\u00f6nnen Sie das Bild vom Captain noch vervollst\u00e4ndigen?&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Genauso hat es sich zugetragen. Der Captain und ich hatten beide ein Fernglas, es war alles gut zu erkennen.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Robert Hume. &gt;&gt;Mister Laws! K\u00f6nnen Sie mir vielleicht noch mehr erz\u00e4hlen?&lt;&lt; ,fragte Jasmin weiter.<br \/>\nDer Offizier sch\u00fcttelte den Kopf: &gt;&gt;Nein leider nicht! Die Ausf\u00fchrungen der beiden, ist so viel wie ich wei\u00df, korrekt.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Miss Jessop! Was haben Sie gesehen? Oder wollen Sie sich den Dreien anschlie\u00dfen?&lt;&lt; ,fragte Sie nach.<br \/>\n&gt;&gt;Ich muss ehrlich sagen, von alledem habe ich nichts mitbekommen.&lt;&lt; ,antwortete Violet und sprach dann weiter: &gt;&gt;Ich war gerade dabei die Behandlungsr\u00e4ume zu inspizieren, als pl\u00f6tzlich Mattison hereingest\u00fcrmt kam. Aber als wir aus den Fenster blickten, war das Kriegsschiff schon am verschwinden.&lt;&lt;<br \/>\nAlle vier Personen berichteten etwa das Gleiche. Leider hatte es Jasmin nicht mit eigenen Augen sehen k\u00f6nnen, denn Sie war auf Deck C, ziemlich mittig auf dem Schiff unterwegs und hatte keine Fenster in der n\u00e4he. Erst als es drau\u00dfen laut knallte, suchte Sie sich einen Platz:&gt;&gt;Gut! Ich habe jetzt einen recht eingehenden Einblick in den Angriff des U-Bootes bekommen, allerdings frage ich mich, wer sollte auf ein wehrloses Hospitalschiff Torpedos abfeuern? Und welches Land, bricht somit die Konventionen?&lt;&lt; ,fragte Stroud in die Runde. F\u00fcr den Augenblick herrschte Totenstille im Raum, erst als alle miteinander Blicke ausgetauscht hatten, wurde wieder gesprochen.<br \/>\n&gt;&gt;Nach meiner Meinung nach kann nur der Spion etwas damit zu tun haben, wenn wirklich einer an Bord ist.&lt;&lt; ,sagte der Captain.<br \/>\n&gt;&gt;Das glaube ich auch! Im \u00dcbrigen ist er ein Deutscher, das hei\u00dft, es kann nur das Deutsche Kaiserreich dahinter stecken.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Laws.<br \/>\n&gt;&gt;Daran habe ich auch als Erstes gedacht.&lt;&lt; ,sagte die Agentin und fuhr fort: &gt;&gt;Dennoch gibt es auch im Krieg Regeln, die einzuhalten sind. Warum sollte also ausgerechnet das Kaiserreich, ohne triftigen Grund, diese Regel brechen?&lt;&lt; ,antwortete Jasmin.<br \/>\n&gt;&gt;Was ist mit der Lusitania? Das britische Passagierschiff der Cunard Line, dass ungef\u00e4hr vor einem Jahr torpediert und versenkt wurde?&lt;&lt; ,fragte Hume w\u00fctend nach und erz\u00e4hlte sofort weiter, ohne Jasmin zu Wort kommen zu lassen.<br \/>\n&gt;&gt;Eintausendzweihundert Menschen sind bei dieser Katastrophe gestorben. Daran waren auch die Deutschen schuld! Sie suchen sich immer die Ziele heraus, wo es niemand, oder am wenigsten erwartet.&lt;&lt; ,meinte er zornig. Die anderen stimmten ihm zu, doch die Agentin leider nicht, sie wusste es nat\u00fcrlich bei Weitem besser.<br \/>\n&gt;&gt;Die Lusitania hatte Waffen oder Sprengstoff als Passagierschiff an Bord, das ist sicherlich nicht gerade, die feine englische Art Mr. Hume! Die Deutschen haben sich daf\u00fcr nur revanchiert. Au\u00dferdem f\u00e4llt die Lustania nicht in den Vertrag der Genfer Konventionen, denn ohne Rotes Kreuz auf der Bordwand, wird es als gew\u00f6hnliches Frachtschiff gewertet.&lt;&lt; ,antwortete Jasmin.<br \/>\n&gt;&gt;Dummes Geschw\u00e4tz! Sie sehen doch selbst wie unberechenbar, Deutschland und \u00d6sterreich vorgehen! Als ob das Giftgas nicht schon reichen w\u00fcrde, dass Sie unseren Truppen in den Rachen stopfen. Nein! Sie m\u00fcssen jetzt schon auf wehrlose Hospitalschiffe Torpedos schie\u00dfen, um Genugtuung zu bekommen!&lt;&lt; ,schrie Hume durch den Raum. &gt;&gt;Mister Hume! M\u00e4\u00dfigen sie sich bitte! Sonst verlassen Sie den Raum!&lt;&lt; ,rief Bartlett aus. Er war besonders angespannt, da sich das Gespr\u00e4ch, in eine schlechte Richtung verlief.<br \/>\n&gt;&gt;Also mich brauchen Sie in zu dieser Sache gar nicht befragen. Ich will nichts von diesem Krieg mehr wissen und kenne mich sowieso nicht damit aus, es reicht vollkommen, das wir ihn alle miterleben m\u00fcssen!&lt;&lt; ,schimpfte Jessop, w\u00e4hrend Robert, emp\u00f6rt den Raum verlie\u00df.<br \/>\n&gt;&gt;Fr\u00e4ulein Stroud. Ich glaube, Sie steigern sich mit Ihrem Spion, ein wenig zu sehr in die ganze Sache hinein. Dieser Weltkrieg ist etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches f\u00fcr uns alle und bringt jeden von uns an seine Grenzen. Jeder Nation m\u00f6chte den Krieg gerne gewinnen, deshalb wird nicht mehr auf althergebrachte Regeln geachtet. Das U-Boot wurde h\u00f6chstwahrscheinlich versenkt und damit haben Sie Ihre Schandtat abgeb\u00fc\u00dft. Sie sollten sich in Ihrer Kabine, ein wenig hinlegen und sich ausruhen.&lt;&lt; ,meinte der Captain zu Stroud. &gt;&gt;Ich m\u00f6chte mich nicht hinlegen! Solange der Spion nicht gefast ist.&lt;&lt; ,antwortete Jasmin zornig und beendete das Gespr\u00e4ch. Sie entlie\u00df alle wieder zur Arbeit, aber ihre Neugier war noch lange nicht gestillt. So wie es sich f\u00fcr eine gute Agentin geh\u00f6rte, suchte Sie weiter nach Handfesten beweisen und wenn Sie daf\u00fcr jeden Stein mehrmals umdrehen musste. Sie konnte den Offizieren nicht so vertrauen, wie Sie es gerne gehofft hatte. War es den irgendwie m\u00f6glich gewesen, dass die Britannic, Waffen an Bord versteckte und der Spion, sie vielleicht gefunden hat.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag, nachdem Stroud mit ihren Kolleginnen das Deck-C endlich fertig hatten. Bei dem Sie schon Gestern damit begonnen hatten, die Betten zu \u00dcberziehen und die R\u00e4ume durchzul\u00fcften. Holte sich die Agentin die Genehmigung von Captain Bartlett ein, den Frachtraum einer routinem\u00e4\u00dfigen Durchsuchung zu unterziehen. Sie hoffte etwas darin zu finden, dass Ihr bei den derzeitigen Ermittlungen behilflich sein k\u00f6nnte. Alfred war dar\u00fcber, zwar nicht besonders begeisterte, aber musste einwilligen. H\u00e4tte er sich dagegen mit aller Kraft gestr\u00e4ubt, w\u00e4re das wahrscheinlich verd\u00e4chtiger r\u00fcber gekommen, als gar nichts zu sagen.<br \/>\n&gt;&gt;Nach was genau suchen Sie eigentlich?&lt;&lt; ,fragte Alfred, als er sah, wie die Agentin jede Kiste \u00f6ffnete. &gt;&gt;Genau wei\u00df ich das auch nicht, vielleicht finde ich eine Waffe oder Sprengstoff, aber es k\u00f6nnte auch ein Messer oder ein St\u00fcck Papier sein, dass der Spion versteckt hat.&lt;&lt; ,antwortete Sie.<br \/>\nBartlett trat kalter, nasser Schwei\u00df auf die Stirn und war mehr als nur nerv\u00f6s. Er wusste nicht genau, wo die Waffen versteckt waren, aber wenn Stroud in diesem Tempo weiter suchte, k\u00f6nnte es bald so weit sein. Dachte er sich und wurde blass.<br \/>\n&gt;&gt;Sprengstoff oder Waffen? Will er damit das Schiff in die Luft jagen?&lt;&lt; ,fragte Charles nach.<br \/>\n&gt;&gt;Das sind nur reine Spekulationen, die ich hier \u00fcberpr\u00fcfe Mister Bartlett, aber meistens liege ich goldrichtig damit.&lt;&lt; ,meinte Stroud und sah dem Captain in das Gesicht: &gt;&gt;Geht es Ihnen nicht gut Captain? Sie wirken ein wenig bleich.&lt;&lt; ,erkundigte sich Jasmin.<br \/>\n&gt;&gt;Es ist nicht weiter schlimm. Ich glaube nur, mir ist das Essen nicht besonders bekommen. Ich werde sp\u00e4ter den n\u00e4chsten Arzt aufsuchen.&lt;&lt; ,meinte Bartlett.<br \/>\nDie Agentin kam auf den Captain zu, der immer blasser wurde und dem Schwei\u00dfperlen an den Wangen herunterliefen: &gt;&gt;Ich glaube, wir suchen am besten sofort einen Arzt auf, Ihre Gesichtsfarbe gef\u00e4llt mir \u00fcberhaupt nicht.&lt;&lt; ,umsorgte Sie ihn.<br \/>\nCharles hatte zwar gar nicht vor, dass dies so endet, aber immerhin konnte er die Agentin davon abhalten, den Frachtraum genauer unter die Lupe zu nehmen.<\/p>\n<p>Nachdem Alfred mit Paul Wagner das Arztzimmer wieder verlassen hatten, sagte er der Doktor freundlich: &gt;&gt;Das n\u00e4chste Mal Captain, sollten sie nicht mehr so viele Muscheln in sich hinein stopfen. Wie sie selber jetzt gesehen haben, bekommt Ihnen das nicht besonders.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Danke Doktor! Ich werde das n\u00e4chste Mal darauf achten.&lt;&lt; ,sagte Charles und hielt sich die Hand vor den Bauch.<br \/>\n&gt;&gt;Sie haben also zu viele Muscheln gegessen. Davon w\u00fcrde mir auch schlecht werden.&lt;&lt; ,lachte Jasmin am\u00fcsiert.<br \/>\n&gt;&gt;Das finde ich nicht lustig. Mir schmeckten Muscheln schon immer gut, besonders Miesmuscheln.&lt;&lt; ,meinte der Captain.<br \/>\n&gt;&gt;Allein das Wort Miesmuscheln w\u00fcrde mich schon veranlassen, nicht zuzugreifen. Vielleicht war Ihnen das eine Lehre.&lt;&lt; ,sagte Stroud und musste weiter kichern.<\/p>\n<p>In der Nacht war Jasmin immer noch auf den Beinen, Sie war zwar ziemlich M\u00fcde, wollte aber dennoch, ein wenig frische Luft schnappen. Nebenbei hoffte Sie, Jacob Graham wiederholt bei den Rettungsbooten zu finden. Die Agentin, streifte am Oberdeck herum und schaute \u00fcber den dunklen, flachen Ozean. Es war ein ziemlich kalter und frostiger Wind, der \u00fcber das Deck hinweg zog. Der Halbmond hatte sich hinter einigen Wolken versteckt, w\u00e4hrend die Sterne, die Einzige Lichtquelle darstellten.<br \/>\nPl\u00f6tzlich bemerkte die Agentin weiter vorne, eine dunkle Gestalt, der die Leiter am Funkraum herunter kletterte und schnell in der n\u00e4chsten T\u00fcr verschwand. Jasmin war sich zwar nicht ganz sicher, hoffte jedoch, dass dies wieder Jacob war.<br \/>\nDieses Mal wollte Sie genauer wissen, was Graham dort oben gemacht hatte und kletterte die Leiter nach oben. Nachdem Sie in das Rettungsboot geschl\u00fcpft war und sich mit einem Feuerzeug, dass sie immer mit sich trug, Licht gemacht hatte, entdeckte Sie einen Koffer, der mit einem Funktelegrafen, sowie Kopfh\u00f6rern ausgestattet war. Ein langer Draht f\u00fchrte zu einem weiteren Draht, der wiederum am Telegrafenmast des Schiffes angebracht war.<br \/>\nDamit h\u00e4tte Jacob, die ganze Zeit unentdeckt, Funkkontakt mit dem U-Boot aufnehmen und Nachrichten versenden k\u00f6nnen. Das Kabel, das zu dem Ger\u00e4t f\u00fchrte, sah nicht besonders rei\u00dffest aus und war nur mit dem gr\u00f6\u00dferen Kabel verknotet. Es war nicht unbedingt die beste Konstruktion, aber Sie erf\u00fcllte zumindest Ihren Zweck, dachte sich die Agentin. Kurzer Hand nahm Jasmin Ihre Nagelschere aus der Tasche, um das Funkger\u00e4t unbrauchbar zu machen. Jedoch war die Schere viel zu stumpf und schaffte es nicht durch den Draht zu schneiden. Deshalb musste eine bessere L\u00f6sung her, die dem Problem gewachsen war, aber wie sollte diese L\u00f6sung aussehen?<br \/>\nStroud nahm Ihre ganze Kraft zusammen, zog und zerrte an den Leitungen so lange, bis sie schlie\u00dflich nachgaben und auseinanderrissen. Mit den Worten: &gt;&gt;Mist Verdammter!&lt;&lt;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 War ihr klar geworden, dass nun niemand mehr, auf diesem Schiff telegrafieren konnte. Sie hatte das eine Ende des dicken Drahtes in der Hand, w\u00e4hrend der andere Teil, in der Dunkelheit verschwand. Der Sturm, der vor einigen Tagen gehaust hatte, musste schon gute Vorarbeit geleistet haben, damit nun die Agentin dieses dicke Kabel durchrei\u00dfen konnte. Schnell zog Sie den restlichen Draht in das Rettungsboot und klappte den Koffer sorgf\u00e4ltig wieder zu. Dann schl\u00fcpfte Sie eilig wieder heraus, als der Offizier Laws, der auch gerade frische Luft schnappen wollte, Sie bemerkte:<br \/>\n&gt;&gt;Ooohh Miss Stroud. Wollen Sie etwa fl\u00fcchten? Ich sage ihnen gleich das ein kleines Rettungsboot, keine gute Wahl ist, auf hoher See.&lt;&lt; ,schmunzelte er. Jasmin erschrak fast zu Tode, als Sie den Offizier unten stehen sah, der Sie anschaute.<br \/>\n&gt;&gt;Iiich wwwwollte,&#8230;Ich..ich..ich..hhhhabe&#8230;.&lt;&lt; ,mehr als dieses Gestotter brachte die Agentin nicht zustande. Es war das erste Mal in ihrer Karriere, dass Sie fast erwischt worden w\u00e4re.<br \/>\n&gt;&gt;Was treiben Sie eigentlich dort oben? Kommen Sie doch bitte, erst einmal hier herunter, bevor Sie noch jemand anderes sieht.&lt;&lt; ,antwortete Laws.<br \/>\nJasmin kletterte nur ein St\u00fcck die Leiter herunter, bevor Sie von Williams starken Armen herab gehoben wurde: &gt;&gt;Ich danke Ihnen Mister Laws. Ich war eigentlich dort oben um die Sterne zu beobachten.&lt;&lt; ,log Sie tatkr\u00e4ftig.<br \/>\n&gt;&gt;Nennen Sie mich bitte William Madame.&lt;&lt; ,sagte der Offizier gutherzig.<br \/>\n&gt;&gt;Gut, dann bin ich\u00a0Jasmin.&lt;&lt; ,erwiderte Sie.<br \/>\n&gt;&gt;Es freut mich deine Bekanntschaft zu machen, Jasmin. Beobachtest Du gerne die Sterne?&lt;&lt; ,fragte er nach.<br \/>\n&gt;&gt;Ja! so oft es m\u00f6glich ist. Jede Nacht begleiten Sie uns und lassen uns fantasieren, was sich wohl hinter Ihnen verbirgt.&lt;&lt; ,antwortete Stroud.<br \/>\nDann folge mir! Ich zeige Dir einen Ort, an dem man den Sternen noch etwas n\u00e4her ist.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte er ihr.<br \/>\nWenige Minuten sp\u00e4ter, standen die beiden fest umschlugen, auf dem Peildeck der Britannic, dass sich auf dem Oberdeck, in der Mitte des Schiffes befand und der Navigation diente. Gemeinsam blickten Sie in den dunklen Nachthimmel, der mit Millionen von Sternen gepflastert war. William lieh Ihr seine Offiziersjacke, damit es Jasmin sch\u00f6n warm und kuschelig hatte. Ein Kuss auf seine Wange von Ihrer Seite aus, beendete diesen aufregenden Tag, mit einf\u00fchlsamer Romantik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag 16. November 1916 An diesem wunderbaren Donnerstagmorgen, schlug die Stunde der Wahrheit. In wenigen Minuten, sollte die Britannic torpediert und auf den Grund des Mittelmeers, geschickt werden. Zielgenau musste der alleinige Burgtorpedo das Schiff so hart treffen, dass salziges Meerwasser in gro\u00dfen Mengen eindringen konnte. 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