{"id":35,"date":"2016-07-20T12:39:44","date_gmt":"2016-07-20T10:39:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.timos-blog.de\/?p=35"},"modified":"2020-05-13T15:08:22","modified_gmt":"2020-05-13T13:08:22","slug":"tag-6","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/2016\/07\/20\/tag-6\/","title":{"rendered":"Tag 6"},"content":{"rendered":"<h3>Freitag 17. November 1916<\/h3>\n<p>Dieser sonnige Tag begann angenehm ruhig, als auch routinem\u00e4\u00dfig. Stroud war wie immer, als Krankenschwester verkleidet und hatte Ihren Kolleginnen beim \u00dcberziehen der Betten auf Deck B und anderen Dingen, eifrig geholfen. Auf diesem Deck, gab es weit aus weniger Betten zu \u00dcberziehen, weil hier das Promenadendeck mit ansehnlicher Verglasung, einen gro\u00dfen Teil einnahm. Daf\u00fcr standen aber hier, zahlreiche Kisten und S\u00e4cke an den Seiten herum, sodass nur noch eine bescheidene Gasse auf dem Promenadendeck \u00fcbrig blieb. Auf Deck A, oder auch oberes Promenadendeck genannt, wurde hingegen nicht mit Betten ausgestattet, hier kam die Besatzung und \u00c4rzte unter, w\u00e4hrend tief im Bauch der Britannic, die Krankenschwestern und Hilfsarbeiter Ihre Kabinen hatten.<br \/>\nSp\u00e4ter als gew\u00f6hnlich fr\u00fchst\u00fccken die Krankenschwestern heute ihn Ihrem Schwesternzimmer, wie immer setzte sich Violet an Strouds Seite: &gt;&gt;Ich habe gerade zwei Offiziere belauscht, stell Dir vor was ich geh\u00f6rt habe.&lt;&lt; ,erz\u00e4hlte die Oberschwester.<br \/>\nBeide hatten Ihre Freundschaft zueinander gefestigt und tauschten gerne allt\u00e4gliche Geschichten aus, Sie konnten sich alles erz\u00e4hlen und sprachen gerne miteinander.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&gt;&gt;Was hast Du denn geh\u00f6rt?&lt;&lt; ,fragte die Agentin neugierig nach.<br \/>\n&gt;&gt;Gestern Nacht w\u00e4re der Funkverkehr lahmgelegt worden. Jemand soll das Kabel zum Telegrafenmast gekappt haben.&lt;&lt;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leise erg\u00e4nzte Jessop: &gt;&gt;Ich glaube ja, dass es der Spion war. Er will uns bestimmt, von der Au\u00dfenwelt abschneiden, damit wir kein Notsignal versenden k\u00f6nnen und niemand merkt, wenn wir oder das Schiff vom Erdboden verschwindet.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Unsinn Violet! Ich habe das Kabel zerrissen und wurde sogar fast erwischt dabei.&lt;&lt; ,erwiderte Jasmin fl\u00fcsternd.<br \/>\n&gt;&gt;Du! Warum?&lt;&lt; ,fragte Sie schockiert. &gt;&gt;Ich habe auf dem Bootsdeck in einem der Rettungsboote, einen voll funktionsf\u00e4higen Funktelegrafen gefunden, der sicherlich Jacob Graham geh\u00f6rt. Ich wollte es, au\u00dfer Gefecht setzten und habe dabei leider mehr kaputtgemacht, als ich eigentlich wollte. Jetzt kann ich nicht einmal mehr selber, mit dem SIS in Kontakt treten.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Jasmin ver\u00e4rgert.<\/p>\n<p>&gt;&gt;Dann musst Du sofort zum Captain gehen und ihm das erkl\u00e4ren, als ihn auch davon zu unterrichten, dass Graham der Spion ist.&lt;&lt; ,meinte Violet.<br \/>\n&gt;&gt;Die Beweise werden aber daf\u00fcr noch nicht ausreichen. Ich brauche noch mehr stichhaltige Indizien, andernfalls werde ich h\u00f6chsten ausgelacht. Au\u00dferdem glaube ich das der Captain und seine zwei hohen Offiziere etwas von mir verbergen, zumindest traue ich Ihnen nicht mehr so ganz.&lt;&lt; ,antwortete Jasmin nachdenklich.<br \/>\n&gt;&gt;Meinst du, Sie stecken mit dem deutschen Spion unter einer Decke? Das w\u00e4re doch furchtbar!&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte Jessop unruhig.<br \/>\n&gt;&gt;Ich hoffe es nicht! Das m\u00f6chte ich mir gar nicht vorstellen, wie das ausgehen w\u00fcrde. Wir h\u00e4tten dann auf jeden Fall ein gro\u00dfes Problem.&lt;&lt; Meinte die Agentin und fuhr fort: &gt;&gt;Sie kennen meine Vorgehensweise. Ich trage Ihnen meine Informationen fast t\u00e4glich vor, die ich gesammelt habe. Es w\u00e4re f\u00fcr uns alle wahrscheinlich t\u00f6dlich.&lt;&lt; erwiderte Stroud.<br \/>\nDie Oberschwester nahm sich eine zweite Scheibe Brot und schmierte leckere, rote Erdbeermarmelade darauf. Danach goss sich noch ein wenig, warmen Tee ein.<br \/>\nDie Agentin genoss, in der Zwischenzeit, einen gro\u00dfen Schluck Kaffee aus Ihrer Tasse und nahm dann allen Mut zusammen, um den gestrichen Abend zu erw\u00e4hnen.<br \/>\n&gt;&gt;Als ich gestern Nacht den Draht gekappt habe, ist mir danach der Offizier William Laws \u00fcber den Weg gelaufen.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Sie Ihr.<br \/>\n&gt;&gt;War er es, der Dich beinahe erwischt h\u00e4tte?&lt;&lt; ,fragte Jessop nach.<br \/>\nMit unerkennbarer Mine, erz\u00e4hlte Jasmin weiter: &gt;&gt;Ja! Es war ziemlich knapp, aber er bekam nichts davon mit. Daf\u00fcr war Laws Charmant, freundlich und zuvor kommend wie immer. Manchmal w\u00fcnschte ich mir, dass alle M\u00e4nner so w\u00e4ren wie er.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Wenn Du das so sehen m\u00f6chtest. Ich finde immer noch Dubois viel h\u00fcbscher.&lt;&lt; ,meinte Violet. &gt;&gt;Aber allein gut auszusehen macht keinen Mann perfekt. Er muss Charme, Humor und Treue besitzen, um als richtiger Mann durchzugehen.&lt;&lt; ,antwortete Jasmin.<br \/>\nViolet wechselte wieder zum letzten Thema zur\u00fcck: &gt;&gt;Was ist dann an Deck passiert als William aufkreuzte?&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Naja! Irgendwie f\u00fchlten wir uns voneinander angezogen und dann kam eines zum andern. Wir&#8230;.&lt;&lt;<\/p>\n<p>Jasmin wollte gerade zu Ende sprechen, als die Oberschwester hastig rein sprach: &gt;&gt;Sag mir jetzt bitte nicht, dass Ihr in Deiner Kabine&#8230;.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;&#8230;Nein um Gottes willen! Was denkst Du denn von mir. Wir haben uns auf dem Peildeck gek\u00fcsst.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Gek\u00fcsst!&lt;&lt; ,schrie Violet laut und entr\u00fcstet \u00fcber die Tische hinweg. Der ganze Raum schaute die beiden an.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &gt;&gt;War diese Lautst\u00e4rke unbedingt n\u00f6tig gewesen?&lt;&lt; ,fragte Stroud leise Ihre Freundin. Sie sch\u00e4mte sich in Grund und Boden, ihre Wagen wurden hei\u00df.<br \/>\nJessop, legte Ihren Arm um Jasmins Schulter und meinte zornig: &gt;&gt;Ich muss zugeben, dass ich ein wenig erleichtert bin, dass nicht mehr passiert ist, aber dennoch habe ich von Dir ein wenig mehr Zur\u00fcckhaltung erwartet! Erst sagt Du mir, dass unsere drei h\u00f6chsten Offiziere Verbrecher sind und dann k\u00fcsst du einen davon, auf dem Peildeck!&lt;&lt; ,antwortete die Oberschwester ver\u00e4rgert.<br \/>\n&gt;&gt;Es war mehr ein Ausrutscher als gro\u00dfe Liebe und etwas Gutes hat es auf jeden Fall gehabt. Da mir der Offizier nun v\u00f6llig verfallen ist, komme ich jetzt besser an Gef\u00e4lligkeiten und Informationen heran.&lt;&lt; ,meinte Jasmin aufgeregt.<br \/>\n&gt;&gt;Tu, was du nicht lassen kannst! Aber sei bitte vorsichtig dabei!&lt;&lt; ,erwiderte besorgt die Oberschwester.<\/p>\n<p>Da nun alle Betten auf den f\u00fcnf Decks \u00fcberzogen waren, wurden den Schwestern neue Aufgaben zugeteilt. Waschsch\u00fcsseln und Handt\u00fccher mussten aktuell, unter den Betten verstaut werden. Unter jedem Schlafplatz, einmal beides davon. Damit auch keiner der Krankenschwestern aus der \u00dcbung kam, wurde sich gegenseitig Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen, sowie mit dem Stethoskop abgeh\u00f6rt. Jasmin kannte sich auf diesem Gebiet \u00fcberhaupt nicht aus und konnte h\u00f6chstens Fiebermessen, aber die anderen Ger\u00e4tschaften, waren Ihr total fremd. Violet wusste als Einzige davon. Sie erkl\u00e4rte sich bereit, Ihr dabei zu helfen. Mit dem Stethoskop wurde angefangen und die Brust, sowie der R\u00fccken abgeh\u00f6rt. Dann Blutdruck gemessen, der im guten Bereich zwischen 120 zu 80 lag. Danach Temperatur, die genau 37 Grad anzeigte und zum Schluss der Puls, der sich bei einer Erwachsenen Frau, zwischen 60-75 Schl\u00e4gen pro Minute einpendelte. Als alle Schwestern mehrmals ge\u00fcbt und getestet hatten, wurden die Ger\u00e4tschaften ordentlich gereinigt, als auch wieder in die jeweiligen Schr\u00e4nke verstaut.<br \/>\nAm Nachmittag suchte Stroud auf der Promenade etwas Zerstreuung und reflektierte \u00fcber die Geschehnisse der vergangenen Tage, die an Bord zur\u00fccklagen. Sie starrte auf das t\u00fcrkisblaue Wasser und war froh, dem Krieg so weit wie m\u00f6glich fern zu sein.<br \/>\nLeider stimmte dies nicht ganz, denn der Krieg tobte auch auf dem Ozean. Das Mittelmeer, als auch der Atlantik, wurden zu den gef\u00fcrchtetsten Gebieten f\u00fcr Schiffe, jeglicher Art und manchmal trafen dort, die Fronten hart aufeinander. Nur die Britannic, war vor alledem gesch\u00fctzt, durch ein Rotes Kreuz auf der Bordwand. Jedoch wie lange, wusste niemand? Denn sie war vor kurzem, einem U-Boot angriff gerade so entkommen und pfl\u00fcgte nun, seelenruhig durch die umk\u00e4mpften Gew\u00e4sser. Ob es zurzeit, \u00fcberhaupt noch einen sicheren Ort auf der Welt gab, wusste niemand. Aber im Moment war Jasmin, hier auf dem Schiff lieber und f\u00fchlte sich sicherer, als irgendwo anders auf diesem Planeten.<\/p>\n<p>Gegen 18:00 Uhr traf die Britannic dann endlich, mit gr\u00f6\u00dferer Versp\u00e4tung in Neapel ein. Sie ankerte etwas au\u00dferhalb des Hafens, weil f\u00fcr ein so enorm gro\u00dfes Schiff, kein Anlegeplatz vorhanden war. Mehrere kleine Schiffe brachten die Mannschaft, die an Land wollten, in den Hafen. Auch Jasmin und Violet bestiegen eines der Dampfschiffe, die im Gegensatz zur Britannic wirklich winzig schienen. Zahlreiche Frachtschiffe kamen Ihnen entgegen, um die Britannic mit Nahrungsmitteln, medizinische G\u00fcter , als auch mit Kohle zu beliefern. Die starken Lastenkr\u00e4ne, hoben die gro\u00dfen und schweren Kisten an Bord, w\u00e4hrend die restliche Crew, alles ordentlich unter Deck verstaute. Auch ein Reparaturteam, bestehend aus Ingenieuren, Metallarbeitern, Maschinenbauern und einigen Tauchern machten sich an das Werk, das Hospitalschiff instand zu setzten. Bartlett hoffte auf eine schnelle, aber auch kurze M\u00e4ngelbeseitigung, um p\u00fcnktlich den Hafen von Neapel wieder zu verlassen.<br \/>\nIn der Kabine des Captains, fand in der Zwischenzeit, eine wichtige Unterhaltung \u00fcber die anstehenden Reparaturen statt. Hume, der schon eine ganze Mappe des Arbeitsaufwandes erhalten hatte, gab Sie dem Bartlett in die Hand: &gt;&gt;Die Arbeiter haben mit den Reparaturen bereits begonnen Captain, sie gehen aber davon aus, dass Sie erst Sonntag fr\u00fch damit fertig werden. Au\u00dferdem wird Morgen noch eine weiter Gruppe kommen, die das Telegrafenkabel auswechseln wird.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte Robert.\u00a0 Laws stellte gleich die n\u00e4chste Frage, die aufkam: &gt;&gt;Seit wann sprechen Sie italienisch? Das wusste ich gar nicht.&lt;&lt;<br \/>\nHume drehte sich zu William um: &gt;&gt;Pater Tramonti hat mir dabei assistiert! Er hat mit den Arbeitern verhandelt, als auch die Listen hier, f\u00fcr uns \u00fcbersetzt. So viel ich wei\u00df, stammt er nicht weit von hier und besucht f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Tage, einige Familienangeh\u00f6rige.&lt;&lt; ,antwortete der Offizier.<br \/>\nAlfred sa\u00df in seinem bequemen Sessel und nickte in die Mappe hinein: &gt;&gt;Solange wollten ich eigentlich nicht hierbleiben, aber wenn es n\u00f6tig ist bleibt uns wohl keine andere Wahl. Wie schlimm ist es denn?&lt;&lt; ,fragte er\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der erste Offizier, bl\u00e4tterte f\u00fcr den Captain auf die n\u00e4chste Seite um: &gt;&gt;Hier sieht man die arbeiten aufgelistet. Die gute Nachricht ist, die Maschinen sind nicht besch\u00e4digt, da unser guter Chefingenieur Fleming, darauf aufgepasst hat. Die schlechte ist, dass sich ein sehr langes und starkes Seil, um die mittlere Schraube gewickelt hat. Es muss von Tauchern per Hand entfernt werden, da wir nicht in das Trockendock k\u00f6nnen, es ist n\u00e4mlich zu klein f\u00fcr die Britannic.&lt;&lt;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &gt;&gt;Ich habe noch nie geh\u00f6rt, dass es Arbeiter gibt, die auch an einem Sonntag arbeiten?&lt;&lt; ,fragte William in die kleine Runde hinein.<br \/>\n&gt;&gt;Eigentlich w\u00e4re das auch so, aber als Pater Tramonti erz\u00e4hlt hat, dass wir ein Hospitalschiff sind und auf dem Weg sind, verwundete von der Front abzuholen, wurde anscheinend ihr Nationaler stolz geweckt. Auch konnten wir den Arbeitern verst\u00e4ndlich machen, dass es sehr wichtig sei und wir es eilig haben.&lt;&lt; ,erwiderte Hume.<br \/>\nNun schaltete sich auch der Captain wieder mit ein: &gt;&gt;Wie viel werden die Reparaturen kosten?&lt;&lt;<br \/>\nHume zuckte nur leicht mit den Schultern: &gt;&gt;Eine genaue Summe konnten Sie mir nicht mitteilen. Die Arbeiter begutachtet noch den Schaden, doch sollte noch mehr defekt sein, werden die Kosten wahrscheinlich steigen.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Das kann uns doch egal sein. Den Aufwand zahlt sowieso die Royal Navy oder White Star.&lt;&lt; ,meinte William.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &gt;&gt;Mir aber nicht Mister Laws! Ich werde an Land zum n\u00e4chsten Postamt gehen und die Admiralit\u00e4t in London \u00fcber diese widrigen Umst\u00e4nde informieren.&lt;&lt; ,sagte Bartlett und scheuchte seine Offiziere aus den Zimmer.<\/p>\n<p>Agentin Stroud verlor keine Zeit, Sie machte sich, nachdem das Schiff angelegt hatte, sofort auf den Weg, zur n\u00e4chsten Bundesbeh\u00f6rde. Violet, die endlich Froh war, festen Borden unter den F\u00fc\u00dfen zu sp\u00fcren und ebenfalls den Spion hinter Gittern sehen wollte, begleitete Sie.<br \/>\nAls die beiden an der Beh\u00f6rde ankamen, versperrte leider die T\u00fcr ihnen den weg.<br \/>\n&gt;&gt;Verdammt! Es ist abgeschlossen. Ich brauche dringend ein Telegraf.&lt;&lt; ,sagte Stroud sichtlich ver\u00e4rgert. &gt;&gt;Wie w\u00e4re es mit dem Postamt? Die werden sicherlich auch ein Telegramm verschicken k\u00f6nnen.&lt;&lt; ,erwiderte die Oberschwester.<br \/>\n&gt;&gt;Gute Idee! Dann gehen wir dorthin.&lt;&lt; ,antwortete Sie.<br \/>\nZu zweit suchten Sie die engen Gassen in der N\u00e4he des Marktplatzes ab und waren verzaubert von diesem mediterranen Flair. W\u00e4scheleinen mit frisch gewaschener Kleidung, hingen von einem Balkon zum anderen her\u00fcber, w\u00e4hrend die Nachbarn lautstark auf italienisch, um den letzten Platz auf der Leine stritten.<\/p>\n<p><em>&#8211; Dazu w\u00fcrde es in London niemals kommen &#8211;<\/em> dachte sich Jasmin. <em>-Daf\u00fcr waren die Stra\u00dfen viel zu breit und zahlreiche Fabriken spuckten gro\u00dfe Mengen Ru\u00df aus, dass w\u00fcrde die wei\u00dfe W\u00e4sche nicht gut vertragen. Au\u00dferdem passte dieser Anblick nicht in eine Gro\u00dfstadt, wie London, Liverpool oder Dover-<\/em><br \/>\nIn vielen Stra\u00dfen spielten die Kinder Ball, R\u00e4uber und Gendarm oder Verstecken. Sie waren in der \u00fcbern\u00e4chsten Gasse immer noch zu h\u00f6ren, w\u00e4hrend Handgemachte Waren in den Stra\u00dfen feil geboten wurde. Von Weitem konnte man schon den massiven Vesuv erblicken, der hinter der Stadt in den Himmel aufragte. Die Spitze des Vulkans, verschwand fast in den Wolken. Die letzten Sonnenstrahlen streiften die D\u00e4cher von Neapel und trafen dann auf die kargen Steinh\u00e4nge des Vulkans, es sah so aus, als w\u00e4re der Vesuv von einem ber\u00fchmten K\u00fcnstler gemalt worden.<br \/>\n&gt;&gt;Dort ist es!&lt;&lt; ,schrie Violet aus, als das Postamt endlich in die n\u00e4he ger\u00fcckt war.<br \/>\nAls Sie dort eintreten wollten, kam ein alt bekanntes Gesicht aus dem Postamt.<br \/>\n&gt;&gt;Captain Bartlett! Was tun Sie den hier?&lt;&lt; ,fragte Jasmin verwundert.<br \/>\nAlfred erwiderte: &gt;&gt;Da auf der Britannic noch immer kein Funkverkehr m\u00f6glich ist, habe ich hier schnell eine Nachricht nach England geschickt und unsere aktuelle Position durch gegeben.&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Wie lange werden die Reparaturen dauern?&lt;&lt; ,sprach Violet nun an.<br \/>\n&gt;&gt;Wir hoffen, dass die Arbeiten bis zum Sonntagmorgen erledigt sein werden, aber versprechen kann ich nichts.&lt;&lt; ,antwortete Charles, der sich h\u00f6flich verabschiedete und die Stra\u00dfe zum Hafen hinunter ging.<br \/>\nEinen Augenblick sp\u00e4ter h\u00f6rte man, wie jemand den Schl\u00fcssel im Schloss der T\u00fcr umdrehte und den Zugang zum Postamt abriegelte. Stroud klopfte fest an die T\u00fcr: &gt;&gt;Hey! Aufmachen! Wir m\u00fcssen dringend telegrafieren! Wir brauchen nur f\u00fcnf Minuten!&lt;&lt; ,schrie Jasmin \u00fcber den Marktplatz. Doch keiner \u00f6ffnete mehr die T\u00fcr, nur eine Hand erschien am n\u00e4chsten Fenster und stellte ein &gt;&gt;Geschlossen&lt;&lt; Schild hinein.<br \/>\nStroud runzelte die Stirn: &gt;&gt;Verflixt! Das kann doch echt, nicht war sein!&lt;&lt;<br \/>\nViolet beruhigte Sie ein wenig: &gt;&gt;Wir sollten morgen fr\u00fch noch einmal herkommen, aber jetzt suchen wir uns erst einmal ein sch\u00f6nes Restaurant und Essen was. Ich habe n\u00e4mlich tierischen Hunger.&lt;&lt; ,meinte Jessop.<br \/>\n&gt;&gt;Du hast recht, gehen wir Essen. Ich habe auch gro\u00dfen Hunger.&lt;&lt; ,antwortete Jasmin.<br \/>\nNach der ausgiebigen Mahlzeit mit Suppe, Lasagne und Tiramisu als Nachtisch in einer Pizzeria namens &gt;&gt;Amore Mio&lt;&lt;. Schafften es die beiden gerade noch rechtzeitig, schwei\u00dfgebadet und v\u00f6llig au\u00dfer Atem, das letzte Dampfschiff zu bekommen, das zur Britannic aufbrach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag 17. November 1916 Dieser sonnige Tag begann angenehm ruhig, als auch routinem\u00e4\u00dfig. Stroud war wie immer, als Krankenschwester verkleidet und hatte Ihren Kolleginnen beim \u00dcberziehen der Betten auf Deck B und anderen Dingen, eifrig geholfen. Auf diesem Deck, gab es weit aus weniger Betten zu \u00dcberziehen, weil hier das Promenadendeck mit ansehnlicher Verglasung, einen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":451,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35\/revisions\/451"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}