{"id":43,"date":"2016-07-20T12:35:46","date_gmt":"2016-07-20T10:35:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.timos-blog.de\/?p=43"},"modified":"2020-05-20T14:11:48","modified_gmt":"2020-05-20T12:11:48","slug":"tag-10","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.timos-blog.de\/index.php\/2016\/07\/20\/tag-10\/","title":{"rendered":"Tag 10 &#8211; noch vor acht Uhr"},"content":{"rendered":"<h3>Dienstag 21. November 1916<\/h3>\n<p>Paul Wagner einer der deutschen Allgemein\u00e4rzte an Bord der Britannic, betrat gerade den Arrestbereich. Mann hatte ihn holen lassen, weil der Gefangene Jacob Graham, starke Magenschmerzen hatte. Ein Wachmann, \u00f6ffnete die Zelle und lie\u00df Herrn Wagner zu dem Gefangenen hinein. Er schaute kurz auf die Uhr, es war gerade 7:35 Uhr.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick<\/strong>:<br \/>\nVor dem Jahr 1900, lebte Paul mit seiner Familie im sch\u00f6nen Bayern, weit ab von den Gro\u00dfst\u00e4dten, am Land. Die saftigen gr\u00fcnen Wiesen, die gro\u00dfen Berge und T\u00e4ler waren seine Heimat gewesen. Jeden Morgen, wenn er seine Praxis aufsperrte, konnte man bei sch\u00f6nen Wetter, die Schneebedeckten Gipfel der Alpen sehen.<br \/>\nDurch die Industrialisierung, die sich in ganz Europa entwickelte, zogen viele Familien in die Stadt nach M\u00fcnchen hinein, um mehr Geld zu verdienen und weil es massenhaft Arbeitspl\u00e4tze gab. Somit blieb f\u00fcr Paul die kranke Kundschaft aus. Deshalb beschloss Herr Wagner mit seiner Familie, das Gleiche zu tun und das Land, gegen die Ru\u00df bedeckte Gro\u00dfstadt einzutauschen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In M\u00fcnchen allerdings war er im Vergleich zu fr\u00fcher sehr unbeliebt, keiner wollte zu einem Arzt gehen, der vom Land gekommen war. &gt;&gt;Tierarzt&lt;&lt;, &gt;&gt;St\u00fcmper&lt;&lt; und andere Frechheiten musste er sich gefallen lassen.<br \/>\nNach reiflicher \u00dcberlegung und Diskussionen mit seiner Frau Eva, entschied er sich, dass Deutsche Kaiserreich zu verlassen. Aber wohin sollte er mit seiner Familie gehen?<br \/>\nVielleicht nach \u00d6sterreich-Ungarn, der Schweiz, Frankreich oder Belgien. Wo w\u00fcrde man ihn Willkommen hei\u00dfen? Da er nur ein wenig Englisch konnte, zogen Sie zusammen auf die britischen Inseln. London strebte die Familie nicht an, aber Irland war mehr nach seinem Geschmack, denn dort gab es ebenfalls gr\u00fcne und saftige Wiesen, wie damals in Bayern.<br \/>\nAu\u00dferhalb von Belfast etablierte sich Herr Wagner mit seiner Frau und den zwei Kindern, gleichzeitig er\u00f6ffnete er in Belfast eine neue Arztpraxis. Das Geld f\u00fcr die zahlreichen Ger\u00e4tschafften und der Medikamente, leite er sich von einem Kredithai, der viele, als auch hohe Zinsen verlangte. Aber durch das gut laufende Gesch\u00e4ft der Praxis, w\u00fcrde er den Kredit schnell zur\u00fcckzahlen k\u00f6nnen. Als aber dann der Krieg ausbrach, wurde er vom britischen Milit\u00e4r eingezogen, durch seinen guten Ruf als Arzt, durfte er sich deshalb seinen neuen Arbeitsplatz fast selbst aussuchen. Es gab die Auswahl zwischen, Allgemeinmediziner auf der HMHS Britannic, um die Verwundeten dort gesund zu pflegen, oder als Sanit\u00e4ter und Handfeuerwaffen ausgebildet zu werden, um sp\u00e4ter im Sch\u00fctzengraben, die Verletzten zusammen zu flicken. Nat\u00fcrlich wollte er so wenig wie m\u00f6glich mit dem Krieg zu tun haben, deshalb nahm er, dass erste Angebot mit Dank an. Schlie\u00dflich war es nicht f\u00fcr immer, sondern nur solange wie der Krieg herrschte.<\/p>\n<p><strong>Gegenwart:<\/strong><br \/>\nJacob Graham, kr\u00fcmmte sich am Boden seiner Zelle und schrie vor Schmerzen laut auf. &gt;&gt;Warum hat man mich erst so sp\u00e4t informiert, dieser Man leidet ja f\u00fcrchterlich.&lt;&lt; ,fragte der Arzt den Wachmann.<br \/>\n&gt;&gt;Ich dachte er simuliert nur.&lt;&lt; ,erwiderte der riesige Matrose mit rauer, dunkler Stimme. Wagner zeigte mit seiner Hand auf Graham und war dar\u00fcber sehr aufgebracht: &gt;&gt;Nennen Sie das etwa simulieren? Sie sehen doch, wie er sich qu\u00e4lt&lt;&lt; \u00a0,entgegnete er: &gt;&gt;Ich werde ihn jetzt untersuchen, verlassen Sie bitte f\u00fcr einen Moment den Raum!&lt;&lt; \u00a0,f\u00fcgte Wagner hinzu.<br \/>\n&gt;&gt;Tut mir Leid Sir, aber Captain Bartlett gab mir den strikten Befehl, Mister Graham nicht aus den Augen zu lassen!&lt;&lt; ,antwortete der Matrose.<br \/>\n&gt;&gt;Ich warne Sie! Treiben Sie es bitte nicht noch auf die Spitze! Verlassen Sie sofort den Raum! Sonst k\u00f6nnen Sie sich auf was gefasst machen!&lt;&lt; ,z\u00fcrnte der Arzt und warf den hochgewachsenen Matrosen aus dem Zimmer.<br \/>\nAls die T\u00fcr mit lautem Knallen ins Schloss fiel, h\u00f6rte Jacob augenblicklich auf zu schreien. Er drehte sich um: &gt;&gt;Ist er endlich weg?&lt;&lt; ,fragte er seinen Boss.<br \/>\n&gt;&gt;Ja! Du kannst aufstehen! Dieser Idiot, hat doch tats\u00e4chlich seinen Schl\u00fcssel hier liegen lassen.&lt;&lt; ,lachte der Arzt und hob den Messingschl\u00fcssel in die H\u00f6he.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick:<\/strong><br \/>\nWas Paul Wagner niemanden erz\u00e4hlt hatte, schon gar nicht seiner Familie ist. Das kurz nachdem er sich damals f\u00fcr die Britannic entschieden hatte, zwei seltsame Gestalten in schwarzen M\u00e4nteln, in seiner Praxis aufgetaucht sind. Es war gerade Mittagszeit und sein Wartezimmer leer.<br \/>\n&gt;&gt;Entschuldigung die St\u00f6rung, aber wir w\u00fcrden uns gerne mit Ihnen ein wenig unterhalten.&lt;&lt; ,sagte einer der M\u00e4nner auf gutem Deutsch. Erst glaubte er an einen \u00dcberfall von R\u00e4ubern oder Lakaien des Kredithais, von dem er sich das Geld geliehen hatte, w\u00e4ren gekommen.<br \/>\nJedoch stellte sich heraus, dass die beiden aus Deutschland kamen und ihn gerne, zu einem Kaiserreich verbundenen Agenten rekrutieren wollten. Sie erz\u00e4hlten Paul davon, wie hinterh\u00e4ltig England und Amerika gemeinsam agierten, als auch von Unmengen Munition an Bord der Britannic, bei ihrer Abfahrt. Wie Sie herausgefunden hatten, dass er ein Deutscher ist und das Schiff mit Waffen beladen war, sagten Sie ihm nicht. Eine menge Geld boten sie Paul an, um seine Schulden bei dem Kredithai zu begleichen und hatten bereits einen Plan f\u00fcr ihn vorbereiten. Als herausragender Arzt auf einem Hospitalschiff, w\u00fcrde er keinen Verdacht auf sich ziehen und konnte somit unbemerkt operieren.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nachdem man Wagner rekrutiert hatte, \u00fcberreichten die zwei M\u00e4nner, Paul eine Mappe und verlie\u00dfen das Haus. Dort stand alles Weitere drin, was er wissen musste, welche Waffen die Britannic geladen hatte und wenn er alles kontaktieren musste. Von nun an k\u00e4mpfte er auf der gegnerischen Seite, f\u00fcr sein Heimatland Germany.<br \/>\nDas jedoch ausgerechnet eine britische Agentin, auf das Schiff gekommen war, konnte niemand vorausahnen. Wodurch der Plan kurzerhand etwas \u00fcberarbeitet wurde.<\/p>\n<p><strong>Gegenwart:<\/strong><br \/>\nWagner machte seinen alten und gro\u00dfen ledernen Arztkoffer, mit einem roten Kreuz darauf auf. In einem Geheimfach im Boden befanden sich, zwei Handfeuerwaffen, ein Messer und die Mappe. Au\u00dferhalb dieses Faches, waren die medizinischen Ger\u00e4te aufbewahrt.<br \/>\n&gt;&gt;Hier nimm das Messer!&lt;&lt; ,sagte Paul zu seinem Komplizen, er f\u00fcgte hinzu: &gt;&gt;Ich werde den Matrosen jetzt wieder hereinlocken, w\u00e4hrend Du dich, von hinten heran schleichst und ihm die Kehle durchschneidest.&lt;&lt; ,befahl er.<br \/>\nJacob nickte kurz, nahm das Messer aus der Tasche und lehnte sich angespannt an das Schott, neben der T\u00fcr.<br \/>\n&gt;&gt;OK! Sie k\u00f6nnen wieder rein kommen.&lt;&lt; ,sagte Wagner und \u00f6ffnete die T\u00fcr.<br \/>\nDer Matrose kam herein, sah die leere Arrestzelle vor sich, bevor er aber reagieren, umdrehen oder Hilfe rufen konnte, lag er schon am Boden und gurgelte Blut.<br \/>\n&gt;&gt;Schnell runter in den Frachtraum!&lt;&lt; ,sagte der Arzt. Gleichzeitig zog er Graham am Arm, aus den Raum heraus.<br \/>\n&gt;&gt;Warte! Was ist, wenn uns jemand erwischt?&lt;&lt; ,fragte Jacob sichtlich nerv\u00f6s.<br \/>\n&gt;&gt;Spiel die Magenschmerzen einfach weiter, wir tun so als w\u00fcrden wir zu meinem Behandlungszimmer gehen.&lt;&lt; ,meinte Paul hastig. Schnell machten sich die beiden aus dem Staub und rannten die Korridore des gro\u00dfen Schiffes entlang.<\/p>\n<p>Jasmin war schon fr\u00fch auf den Beinen. Sie kam gerade aus Ihrer Kabine, als Robert Hume Ihr entgegen rannte und vor weiten schon schrie: &gt;&gt;Miss Stroud! Ms. Stroud!&lt;&lt;<br \/>\n&gt;&gt;Was gibt es so dringendes Mister Hume?&lt;&lt; ,wollte die junge Dame wissen.<br \/>\n&gt;&gt;Ich habe unseren wachhabenden Matrosen tot im Arrest gefunden, ihm wurde die Kehle durchgeschnitten. Graham ist auch verschwunden. Captain Bartlett wei\u00df schon Bescheid und ist gerade dort.&lt;&lt; ,erz\u00e4hlte er aufgeregt. &gt;&gt;Moment! Ich komme sofort!&lt;&lt; ,erwiderte Jasmin, schnell packte Sie sich noch, ihre Pistole in die Handtasche ein.<\/p>\n<p>Dort angekommen lag die Leiche des Matrosen immer noch so dort, wie er gefallen war, eine beachtliche Blutlache hatte sich von seinem Hals aus ausgebreitet und schloss den halben K\u00f6rper darin ein. Seine Uniform saugte sich langsam mit Blut voll, w\u00e4hrend das helle Wei\u00df, dem Rot wich. Stroud entdeckte sofort die Blutspuren, die von einem Schuhabdruck her r\u00fchrten.<br \/>\n&gt;&gt;Wo f\u00fchrt dieser Korridor hin?&lt;&lt; ,fragte Sie den Captain.<br \/>\n&gt;&gt;Er f\u00fchrt zu einem Treppenhaus und von dort aus, zu den Kesselr\u00e4umen, sowie in den Frachtraum.&lt;&lt; ,antwortete Alfred.<br \/>\n&gt;&gt;Wer war als Letztes bei dem Gefangenen?&lt;&lt; ,fragte Sie weiter.<br \/>\n&gt;&gt;Als Letztes ich und Doktor Wagner vorhin.&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte Hume.<br \/>\nDie Agentin schaute verwundert:&gt;&gt;Was wollte der Doktor hier?&lt;&lt;<br \/>\nJasmin hatte Doktor Wagner in den letzten Tagen ziemlich gut kennengelernt, meistens sa\u00df er Ihr beim Fr\u00fchst\u00fcck oder anderen Mahlzeiten direkt gegen\u00fcber, er schien ein kluger, als auch gebildeter Mann zu sein und war bei der Mannschaft \u00fcberaus beliebt. Stroud wusste, das Paul aus Deutschland oder genauer gesagt aus Bayern kam und eine Familie hatte, dennoch zeigte er zu keiner Zeit ein auff\u00e4lliges Benehmen, so wie es Graham an den Tag gelegt hatte.<br \/>\n&gt;&gt;Mr. Graham ging es nicht gut, wir haben ihn rufen lassen, damit er Jacob behandelt.&lt;&lt; ,teilte Bartlett mit.<br \/>\nNun d\u00e4mmerte es der Agentin. Ein deutscher Arzt behandelt einen deutschen Spion, dass konnte nicht gut gehen, wie man gerade erkennen konnte. Nun machte auch der wei\u00dfe Stofffetzen einen Sinn: &gt;&gt;Kannten sich die beiden gut?&lt;&lt; ,forschte Stroud weiter nach.<br \/>\n&gt;&gt;Gut w\u00fcrde ich es nicht bezeichnen, Sie kannten sich, wie jeder andere an Bord auch.&lt;&lt; ,erkl\u00e4rte der erste Offizier.<br \/>\n&gt;&gt;Sie glauben doch nicht etwa, dass die beiden unter einer Decke stecken. Das ist doch v\u00f6llig absurd.&lt;&lt; ,f\u00fcgte der Captain hinzu.<br \/>\n&gt;&gt;Da bin ich mir nicht so sicher, ich ziehe nur logische Schlussfolgerungen.&lt;&lt; ,sagte Sie zu Alfred und wandte sich erneut an Hume: &gt;&gt;Darf ich fragen, wie sp\u00e4t es ist?&lt;&lt;<br \/>\nRobert nahm seine Taschenuhr aus seiner Uniform: &gt;&gt;Aber nat\u00fcrlich! Es ist kurz vor acht Uhr.&lt;&lt; ,antwortete er. &gt;&gt;Dann muss ich mich beeilen, ich habe n\u00e4mlich ein ungutes Gef\u00fchl in der Magengrube!&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte Sie und rannte den blutigen Fu\u00dfspuren hinterher.<\/p>\n<p>&gt;&gt;Soll ich Ihr Folgen?&lt;&lt; ,fragte Hume seinen Captain. &gt;&gt;Ja! Nehmen Sie sich zwei Matrosen mit und bleiben sie Vorsichtig!&lt;&lt; ,antwortete Bartlett.<\/p>\n<p>Kurz nach acht Uhr, fuhr die Britannic in den Kanal von Kea ein, der zwischen dem griechischem Festland, als auch der Insel Kea verlief. Dadurch hatte dieser Kanal, seinen Namen erhalten und war f\u00fcr gro\u00dfe Schiffe, wie der Britannic, durch seine hohe Tiefe, gut geeignet. Es war herrlichstes Wetter, die Sonne stieg hinter den Inseln der \u00c4g\u00e4is hervor, w\u00e4hrend der Ozean spiegelglatt blieb. Auch heute wurde das Schiff, von zahlreichen M\u00f6wen begleitet. Wie jeden Morgen, wechselte die Nachtschicht mit der Fr\u00fchschicht in den Kesselr\u00e4umen und des Maschinenraumes, die Schotten als auch einige Bullaugen, waren weit ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die U-37 hatte die Britannic im Sichtfeld, durch die Rauchschwaden Ihrer ovalen Schornsteine, wurde Sie schon von Weitem gesichtet. Das U-Boot machte sich f\u00fcr den Angriff bereit, ein Ladeteam aus mehreren M\u00e4nnern, bugsierte den Torpedo in die vordere \u00d6ffnung.<br \/>\nJacob Graham und Paul Wagner waren schon lange im Frachtraum angekommen. Sie waren gerade damit besch\u00e4ftigt, einen Sprengsatz direkt bei dem Waffenversteck zu montieren, als pl\u00f6tzlich Jasmin Stroud herein gest\u00fcrzt kam: &gt;&gt;Keine Bewegung! Im Namen des Gesetzes! Kommen Sie langsam nach vorn und nehmen Sie H\u00e4nde nach oben, damit ich Sie sehen kann!&lt;&lt; ,schrie Sie auf und zielte auf die beiden.<br \/>\nLangsam standen die zwei Verbrecher auf, hatten aber ebenfalls Pistolen in den H\u00e4nden. Sie dachten gar nicht daran, aufzugeben oder die H\u00e4nde nach oben zu strecken. &gt;&gt;Ganz ruhig Miss Stroud! An Ihrer Stelle w\u00fcrde ich aufgeben, denn Sie sind in der Unterzahl. Zwei gegen eine.&lt;&lt; ,\u00e4u\u00dferte der Arzt.<br \/>\n&gt;&gt;Das Spiel ist aus! Die Verst\u00e4rkung wird jeden Moment hier sein!&lt;&lt; ,sagte Stroud und dachte ebenfalls nicht daran Ihre Arme zu heben. Beide kriminellen, lachten am\u00fcsierten \u00fcber Jasmin, die ihnen noch immer alleine gegen\u00fcber stand.<br \/>\n&gt;&gt;Warum tun Sie das? Es gibt doch sicherlich eine friedliche L\u00f6sung?&lt;&lt; ,erwiderte die Agentin. Wieder lachten die beiden Schurken sie aus. Wagner erhob das Wort: &gt;&gt;Wissen Sie eigentlich, wie schlimm der Krieg in Wirklichkeit ist? Was glauben Sie wird England mit Deutschland anstellen, wenn es nach dem Krieg besiegt ist? Sollen wir etwa Tatenlos dabei zu sehen, wie Deutschland zu Grunde geht? Wir werden unser stolzes Land, bis zum letzten Mann verteidigen.&lt;&lt; ,meinte Paul ehrgeizig. Mit seinem Revolver deutete er im Frachtraum herum und zeigte dann damit, auf das gro\u00dfe\u00a0Arsenal an Kriegsmaterial vor ihm: &gt;&gt;In wenigen Sekunden, liegt all das hier, am Grund des Meeres. Denn genau\u00a0das sind n\u00e4mlich Ihre schei\u00df britischen Waffen, die Sie selbst nicht gefunden haben.\u00a0Somit w\u00e4ren dann unsere beiden Missionen erf\u00fcllt nicht war? Wir k\u00f6nnen nun beruhig vor unseren Sch\u00f6pfer treten!&lt;&lt; ,sagte Paul zur Agentin. Gleichzeitig zielte er mit seiner Handfeuerwaffe auf den Sprengsatz.<\/p>\n<p>Das U-Boot hatte den Frachtraum des Hospitalschiffes anvisiert, der Torpedo war im vorderen Abteil geladen und bereit. Diesmal war auch kein Kriegsschiff in der N\u00e4he, was h\u00e4tte zur Hilfe eilen k\u00f6nnen, es stand sehr schlecht um die Britannic. Der Kapit\u00e4n schaute auf seine Taschenuhr und gab den Befehl zum abfeuern: &gt;&gt;Torpedorohr 1! Feuer!&lt;&lt;<\/p>\n<p>Stroud war sich bewusst, dass Sie nur einen Gegner au\u00dfer Gefecht setzen konnte, bevor der andere, den Sprengsatz z\u00fcnden w\u00fcrde. Sie musste Zeit gewinnen bis Verst\u00e4rkung eintraf: &gt;&gt;Warten Sie noch! Ich wei\u00df leider nicht, wie grausam der Krieg ist, zumindest nicht direkt und ich m\u00f6chte mir gar nicht ausmalen, was im Moment dort drau\u00dfen vor sich geht. Aber Sie beide k\u00f6nnen ein wenig Grausamkeit verhindern, indem Sie diese Bombe nicht zur Detonation bringen. Ich wei\u00df wie schwer und brutal das Leben sein kann, aber jeder von uns muss damit fertig werden.&lt;&lt; ,verk\u00fcndete Stroud.<br \/>\nIn diesem Augenblick, dr\u00fcckte Paul Wagner mit sein Waffe ab, zum gleichen Zeitpunkt traf der Torpedo, das wehrlose Lazarettschiff. Die heftige Explosion, durch Sprengsatz, Torpedo und Munitionspulver, ergab einen solch starken Z\u00fcndstoff, dass es die Britannic, m\u00e4chtig erbeben als auch erzittern lies. Die gewaltige Feuersbrunst, schleuderte Stahlt\u00fcren aus Ihren Angeln und katapultierte die Frachtluke, auf dem Brunnendeck, in die Luft. Eine meterhohe Wasserfont\u00e4ne, die fast bis zum Kr\u00e4hennest reichte, spritzte nach oben, w\u00e4hrend vom Frachtraum nicht viel \u00fcbrig blieb. Sofort wurde der Alarm ausgel\u00f6st, auf dem ganzen Schiff h\u00f6rte man die schrillen T\u00f6ne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag 21. 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