Ein ganz neues Spiegeluniversum
Von Timo Gerbeth
Computerlogbuch des Captains,
Kathryn Janeway,
Sternzeit 52642,5
Lieutenant Torres, Neelix und ich, haben die Verhandlungen mit den Lenoranern erfolgreich abgeschlossen und befinden uns auf dem Rückflug zum Schiff. Da die Voyager jedoch, in einem anderen System einen seltenen Nebel erforscht, wird der Shuttleflug zurück, eine ganze Weile länger dauern.
Das kleine Außenteam saß in der Cockpitsektion der >>Cochrane<< gemütlich beisammen und reflektierten über den großartigen Tag, auf Lenora Prime. Das gesamte Shuttle war prall gefüllt mit Medikamenten, Nahrungsvorräte, sowie Ersatzteilen für die Voyager. Die Lenoraner waren ein sehr wohltätiges und freundliches Volk, die jeden Fremdling sofort ins Herz schlossen. Sie lebten nur unterirdisch, da Ihre blasse Haut, das Sonnenlicht nicht gut vertrug. Dafür war aber die Kleidung der Lenoraner farbenfroh und bunt, was unter der dunklen Erde, eine schöne Abwechslung mit sich brachte. Ihre Raumschiffe, die größtenteils nur den Orbit bewachten, waren etwas kleiner als die Voyager selbst, hatten auch eine geringere Bewaffnung, wie auch schwache Schilde. Konnten es aber durch Schnelligkeit und Wendigkeit wett machen. Pfeilförmig waren Lenorakreuzer aufgebaut. In den Seitenflügeln, fanden die gelben Warpgondeln ihren Platz und schafften hohe Warpgeschwindigkeiten, sie waren damit der Voyager ebenbürtig. Die Farbe der Kreuzer, war ein mattes Bronze und ihre Brücke in der vorderen Schnauze verstaut. Die Haare der Lenoraner ähnelten, egal ob männlich oder weiblich, einen Topfschnitt von der Erde, auch Ihre Sprache, hörte sich zwar schwer an, aber der Universalübersetzter hatte mit nur wenigen Sätzen, eine beachtliche Syntax aufgebaut, komplexe Unterhaltungen waren somit überhaupt kein Thema. Selbst die Schrift auf Lenora Prime war sehr besonders, Sie ähnelten dem kyrillischen Alphabet, jedoch wurden die Sätze und Wörter, wie im asiatischen Raum der Erde, von oben nach unten geschrieben, als auch so gelesen. Nur wenige Spezies im Delta Quadranten kannten die Lenoraner und wussten, wo sich Ihr Heimatplanet befand. Aber Neelix , der viel auf seinen Reisen gesehen hatte, wusste, wo Sie sich versteckt hielten und wie man mit Ihnen verhandeln musste. >>Neelix, ich muss Ihnen ein Kompliment aussprechen. Ich habe in meiner ganzen Laufbahn als Sternenflottenoffizier schon viel erlebt, aber die Lenoraner zu treffen war selbst für mich außergewöhnlich. Ihre Kultur, ihre Großzügigkeit und ihre atemberaubende Architektur, sind einfach nur überwältigend gewesen.<< ,meinte Kathryn bewundernd. Sie drehte sich von der Steuerkonsole zu dem Talaxianer um, der auf einer großen Kiste, platz genommen hatte. Es gab kaum noch freie Fläche in dem kleinen Shuttle, als auch keine Sitzgelegenheiten mehr, also schob Neelix sich eine Kiste zurecht und setzte sich darauf. Torres, die das Shuttle navigierte, und neben dem Captain saß, war derselben Auffassung: >>Der Tag heute war echt etwas Besonderes. Wir sollten öfters mal zu dritt einen Ausflug machen.<< ,lachte B’Elanna.
>>Das freut mich.<< ,antwortete Neelix: >>Ich wusste, Ihnen beiden würde der Ausflug dorthin gefallen. Ich kenne Tausende solche Orte im ganzen Quadranten, die Lenoraner jedoch waren schon immer ein großes Highlight. Seit meinem letzten Besuch, vor vielen Jahren, haben Sie enorme fortschritte gemacht, aber Ihr Kleidungsstil wird sich wahrscheinlich nie ändern.<< ,sagte Neelix freudig. Kathryn entdeckte zwischen den unzähligen Kisten den bunten Stoff der Lenoraner: >>Wie ich sehe, haben Sie auch einige Ballen Stoff mitgenommen.<< >>Das habe ich. Ich möchte mir damit einen neuen Anzug schneidern, oder vielleicht werde ich sogar mein Quartier damit verschönern. Wenn Sie möchten, können sie auch etwas davon abhaben, ich habe genügend gekauft.<< B’Elanna lehnte dankend ab: >>Vielen Dank Neelix, aber ich bin eher der Herbsttyp. Ich glaube nicht, dass Tom davon sehr begeistert wäre, wenn ich unser Schlafzimmer in diesen hellen Farben umdekoriere.<< Janeway erwiderte grinsend: >>Ich komme gerne auf Ihr Angebot zurück Neelix, aber Tom und B’Elanna können wir das nicht antun.<<
Plötzlich war eine kleine Erschütterung zu spüren, die das Shuttle zum Vibrieren brachte, sofort meldeten sich alle Alarmsignale zu Wort. Augenblicklich drehte sich Janeway wieder ihrer Konsole zu. >>Was war das?<< ,fragte Neelix nervös. >>Die Sensoren zeigen eine Subraumverzerrung an, direkt an Backbord!<< ,entgegnete Torres. Wieder gab es eine Erschütterung, doch diesmal heftiger als zuvor, sodass der Talaxianer und einige Kisten zu Boden fielen. >>Sie hat uns erfasst! Voller Schubumkehr!<< ,befahl Janeway. B’Elanna hämmerte auf ihre Konsole ein: >>Das Steuer reagiert nicht! Ich leide Hilfsenergie in den Antrieb um!<< >>Haben wir noch Energie um einen Deflektorimpuls auszusenden?<< ,fragte der Captain nach, als eine erneut wuchtige Erschütterung, die Mittelkonsole zum Funkensprühen brachte. >>Nein Captain, sonst verlieren wir die strukturelle Integrität!<< Neelix hatte sich voller Panik hinter Janeways Stuhl gekauert und die Arme schützend über den Kopf gelegt. >>Die gravimetrischen Scherkräfte werden stärker, ich kann das Shuttle nicht mehr länger halten!<< ,rief Torres durch das Cockpit. Die >>Cochrane<< wurde rückwärts in die schimmernd, blaue Verzerrung hinein gesogen, durch einen langen Tunnel aus zahlreichen Blautönen, wurden Sie nach wenigen Minuten, auf der anderen Seite wieder ausgespuckt. Danach verschwand die Verzerrung und lies das beschädigte Shuttle im normalen Weltraum zurück.
Janeway hatte keine Blessuren davon getragen, unverzüglich fragte Sie nach: >>Geht es allen gut?<< Neelix kam aus seinem Versteck hervor: >>Ich bin nur eine wenig benommen, aber sonst geht es mir gut.<< >>Auuh..mein Kopf!<< ,beklagte sich Torres. B’Elanna musste sich in der Verzerrung ihren Kopf an der Konsole angeschlagen haben, denn Sie hatte eine kleine Platzwunde an der linken Schläfe, das Blut ran ihr über die Wange. >>Schnell Neelix! Holen sie bitte das Medkit!<< ,sagte Kathryn, die Ihren Tricorder schon gezückt hatte. Der Talaxianer presste sich zwischen die Kisten hindurch, um an die medizinische Ausrüstung zu gelangen, die ganz hinten im Shuttle verstaut war. >>Es ist nur eine leichte Gehirnerschütterung, nichts Ernstes.<< ,versuchte der Captain, die Ingenieurin zu beschwichtigen. Neelix kam mit dem Medkitkoffer wieder nach vorn und verarztete seine klingonische Kollegin, während Janeway die Systeme der Cochrane überprüfte: >>Der Antrieb ist ausgefallen, die Sensoren, die Kommunikation und leider auch die Phaser. Hüllenintegrität stabil bei neunzig Prozent, keine gravierenden Schäden an den Schilden oder der Hülle.<< ,informierte sie Ihre Offiziere. >>Wir sitzen also hier fest.<< ,erwiderte B’Elanna und verzerrte vor Schmerz das Gesicht. >>Wo sind wir überhaupt? Sind wir weit von unserem Kurs abgekommen?<< ,fragte Neelix besorgt. >>Gute Frage.<< ,antwortete der Captain, sogleich kontrollierte die Navigation: >>Wir sind von unserem alten Kurs fast zweihundert Kilometer entfernt, aber wie mir scheint, haben wir eine ganze Stunde Flugzeit eingespart. Wir sind jetzt viel näher an unseren Rendevous Koordinaten mit der Voyager als zuvor.<< >>Wie ist den das möglich? Auf was für eine Verzerrung sind wir da gestoßen?<< ,fragt B’Elanna neugierig. Kathryn zuckte mit den Schultern: >>Um das herauszufinden, müssten die Sensoren funktionieren, allerdings sollten wir uns erst einmal um den Antrieb kümmern. Hoffen wir, das die….<<
Unerwartet wurde das Shuttle von einem Traktorstrahl erfasst, über den Köpfen der Insassen, kam auf der Panoramascheibe der Cochrane, ein unverkennbarer Rumpf von hinten zum Vorschein. >>Es ist die Voyager!<< ,rief Neelix glücklich aus, auch Torres und der Captain, waren froh, über die schnelle Rettung. Leider war das Glück nur von kurzer Dauer, denn auf dem Rumpf des Schiffes war eine ungewöhnliche Hüllenbemalung, sowie eine Phaserkanone zu sehen, die dort nicht hingehörten. >>Das kann nicht die Voyager sein.<< ,sagte der Talaxianer enttäuschend. Als das Schiff vor ihnen haltmachte und das kleine Shuttle langsam zum Hangar gezogen wurde. War allen Dreien erst richtig klar geworden, dass es sich hierbei nicht um die Voyager handeln konnte. Noch mehr Phaserkanonen wurden sichtbar, an manchen Stellen war die Panzerung um vieles dicker und farblich ganz anders, auch die Warpgondeln wiesen unterschiede auf. >>Diese Bemalung kommt mir irgendwie bekannt vor?<< ,meinte Janeway, konnte Sie aber im Moment nicht einordnen. Es war ein rotes Rechteck mit einem weißen Kreis darin, sowie einem schwarzen Hakenkreuz in der Mitte. B’Elannas Konsole reagierte und piepte laut auf: >>Captain, wir werden gerufen!<< >>Auf den Schirm!<< ,befahl Kathryn. Auf dem kleinen Monitor in der Mittelkonsole zeigte sich eine Frau, die eine große Ähnlichkeit mit Captain Janeway hatte. Allerdings trug Sie schwarzes Haar, das zu einem strengen Zopf nach hinten gebunden war. Des Weiteren war die Uniform nicht schwarz und rot sondern ganz Olivgrün mit vielen Orden, wie auch Medaillen daran: >>Wer zum Teufel sind Sie!<< ,fragte das Double. >>Das Gleiche könnte ich Sie auch fragen!<< ,antwortete Kathryn gelassen. >>Ich bin Flottenkommandantin Katharina Schmidt vom deutschen Raumschiff Germania und Sie sind?<< Erst jetzt begriff der Captain, womit Sie es hier zu tun hatten, das Shuttle muss in einem Spiegel- oder Paralleluniversum gelandet sein, und dann auch noch in einem, das von Nationalsozialisten regiert wurde. >>Ich bin Captain Kathryn Janeway vom Föderationsraumschiff Voyager.<< >>Sie werden hiermit festgenommen! Ihr Kurzstreckenschiff wird in unseren Hangar transportiert. Leisten Sie keinen Widerstand!<< ,fügte Schmidt hinzu.
In der Zwischenzeit wartete man auf der Voyager immer noch geduldig auf das Eintreffen des Shuttles, seit über einer Stunde war die Cochrane bereits überfällig. Tuvok der Sicherheitschef des Schiffes, arbeitetet an seiner taktischen Station und ließ den Chronometer nicht eine Sekunde aus den Augen. Er informierte den ersten Offizier: >>Commander, der Captain und das Außenteam sind weitere fünfzehn Minuten überfällig, vielleicht ist Ihnen etwas zugestoßen.<< Chakotay erwiderte zurückhaltend: >>Sie kennen doch den Captain, Tuvok. Warten wir noch eine halbe Stunde, wenn Sie bis dahin immer noch nicht auf den Sensoren aufgetaucht sind, setzen wir Kurs auf Lenora Prime! Währenddessen können wir in Ruhe, die Kartografierung abschließen.<< >>Verstanden!<< ,antwortete der Vulkanier. Paris der Steuermann der Voyager, entgegnete sorgenvoll: >>Ich hoffe B’Elanna ist nichts passiert?<< >>Machen Sie sich keine Sorgen, Tom. Ihre Gattin kann gut auf sich selbst aufpassen.<< ,erwiderte Chakotay, der ihm aufmunternd auf die Schulter klopfte: >>Und wenn Captain Janeway und Neelix dabei sind, sind die Erfolgschancen gewaltig hoch.<<
Als die Cochrane im Hangar der Germania aufgesetzt hatte, sowie die Heckklappe sich öffnete. Kamen vier Soldaten herein gestürmt und zerrten das Außenteam gewaltsam nach draußen. Sie trugen schwarze Uniformen, mit strahlend weißen Nähten, wie auch einem schwarzen Stahlhelm auf dem Kopf. Vor dem Eingang des Shuttles wartete schon die Flottenkommandantin aufrecht, mit Schultern gestraft und die Armen hinter dem Rücken verschränkt, auf ihre neuen Gefangenen: >>Sie an, Sie an, das ist ja eine sehr bunt gemischte Truppe, die wir hier aufgelesen haben.<< ,meinte Schmidt und schaute Sie sich genauer an: >>Ein Talaxianer, eine weibliche Klingonin und ein Mensch. Eine sehr ungewöhnliche Konstellation.<< Das kleine Außemteam staunte nicht schlecht über die deutsche Kommandantin, die Ihnen als neuer Gegner gegenüberstand. Sie hatte nicht nur eine gute Beobachtungsgabe, sondern ähnelte, bis auf wenige Punkte, der richtigen Janeway genau. Schmidt brachte auf jeden Fall eine große Menge an Erfahrung mit. >>Gut beobachtet.<< ,antwortete Kathryn zynisch und schaute Ihrem Double tief in die Augen: >>Was wollen Sie von uns?<< >>Das ist eine sehr gute Frage.<< ,grinste Katharina und sprach weiter: >>Erst einmal will ich Wissen, wie Sie hier hergelangt sind? Nach Ihrem Aussehen zu urteilen, stammen Sie nicht von hier. Höchstwahrscheinlich aus einem Paralleluniversum. Haben Sie etwa diese Subraumverzerrung erzeugt?<< Kathryn schüttelte dem Kopf: >>Nein, es war ein Unfall.<< Nun überlegte Janeway genau, sollte Sie die Lenoraner erwähnen oder nicht, Sie entschied sich dagegen: >>Wir waren auf einer Erkundungsmission, als plötzlich neben uns diese Verzerrung aufgetaucht ist. Sie hat uns erfasst und hier her transportiert. Mehr Wissen wir auch noch nicht.<< >>Das genügt für den Anfang. Leutnant Neumann! Bringen Sie die Gefangenen in den Arrest!<< >>Jawohl Kommandantin!<< ,erwiderte der junge Bursche, der nicht älter als fünfundzwanzig war und zückte eine Waffe. Anscheinend stellte diese Waffe so etwas wie einen Handphaser dar, woraufhin das Außenteam stillschweigend sich in Bewegung setzte. Die anderen Soldaten folgten Leutnant Neumann und den Gefangenen, in großem Abstand. B’Elanna fiel sofort auf, dass die Shuttlerampe der Germania viel größer war, als der Hangar der Voyager. Links und rechts an den Seiten waren jeweils zwölf Angriffsjäger untergebracht, hinzu kamen nochmals vier Shuttles vom Typ 9, als auch vier weitere vom
Typ 6 , glücklicherweise schien es hier so etwas wie den Delta Flyer nicht zu geben.
Auf der Voyager war gerade die halbe Stunde verstrichen und noch immer hatte sich das Außenteam nicht gemeldet.
>>Mister Paris, wir haben nun genügend Zeit verstreichen lassen. Setzen sie einen Kurs nach Lenora Prime, Maximum Warp! Ich bin im Bereitschaftsraum!<< ,befahl Chakotay und zog sich zurück.
>>Aye Sir!<< ,antwortete Tom. Er gab die Koordinaten in sein Steuerpult ein und ließ den Navigationscomputer die Route dorthin berechnen. Der Commander kontaktierte in der Zwischenzeit die Regierung von Lenora Prime, um Sie über ihren Verlust in Kenntnis zu setzen. Es war dort bereits später Abend: >>Commander Chakotay? Was verschafft mir diese Ehre zu so später Stunde?<< ,fragte der oberste Dekan Osahl.
>>Entschuldigen Sie oberster Dekan, dass ich Sie noch stören muss, aber leider kam unser Shuttle bis jetzt nicht zurück. Wir machen uns ernsthafte Sorgen.<< ,erwiderte Chakotay.
>>Das ist ja schrecklich!<< ,sagte Osahl und fuhr fort: >>Aber hier bei uns sind Sie nicht mehr. Das Shuttle ist schon vor mindestens vier Stunden aufgebrochen.<<
>>Hat Ihnen das Außenteam vielleicht mitgeteilt, wo Sie hin wollten?<< ,fragte der erste Offizier als Nächstes. Der Dekan überlegte kurz und antwortete: >>Nicht direkt Commander. Captain Janeway sagte nur, dass Sie sich freut, zu Hause in die Badewanne zu steigen. Was auch immer das zu bedeutet hat.<<
Chakotay musste unwillkürlich lächeln, denn das war eine typische Aussage von Captain Janeway. >>Ich danke Ihnen oberster Dekan. Wenn das Außenteam nicht mehr bei Ihnen ist, muss Ihnen etwas unterwegs zugestoßen sein. Wir werden sogleich mit der Suche beginnen!<< ,meinte er besorgt.
Bevor Chakotay den Kontakt beenden konnte, sagte Osahl: >>Warten Sie Commander, wir haben zwar nicht viele Raumschiffe zur Verfügung, wir würden Ihnen aber gerne bei der Suche helfen.<<
>>Das ist ein sehr freundliches Angebot Dekan, aber ich glaube, das wird nicht nötig sein.<< ,antwortete der erste Offizier. >>Bitte lassen Sie uns helfen Commander. Der Captain, wie auch Ihre Offiziere waren zu Gast bei uns und unsere Gäste sollen auch unbeschadet wieder zurückkehren. Was wären wir sonst für schlechte Gastgeber. ,meinte Osahl und lächelte schwach.
Chakotay bedankte sich: >>Also schön, Ihre Hilfe ist uns gerne Willkommen, wir werden in kurze bei Ihnen eintreffen. Chakotay Ende.<<
Das Außenteam saß immer noch, hinter einem Kraftfeld, auf der Germania fest. Gegenüber von Ihnen war ein männlicher Kazon eingesperrt, der grün und blau geschlagen worden war. Er lebte zwar noch, aber nach seinem flachem Atem zufolge, würde es nicht mehr lange dauern, bis er starb. >>So ein verdammter Mist!<< ,schlug Torres mit ihrer Faust gegen das Metallschott: >>Wer sind diese Leute?<< ,fragte Sie aufgeregt. Man konnte sehen, dass es ihr allmählich wieder besser ging.
>>Beruhigen Sie sich B’Elanna, wir kommen hier schon irgendwie wieder raus. Der Captain hat bestimmt schon einen Fluchtplan.<< ,meinte Neelix gelassen. >>Ich muss Sie leider Enttäuschen Mister Neelix, wenn der Arrest hier, genauso gebaut ist, wie der auf der Voyager dürfte es sehr schwer werden zu entkommen.<< ,erwiderte Kathryn schwermütig: >>Jedoch glaube ich langsam zu wissen, mit wem wir es hier zu tun haben.<< ,fügte Janeway hinzu. >>Mit wem Captain?<< ,fragte der Talaxianer neugierig. Die beiden Offiziere setzten sich neben den Captain auf den Boden und hörten aufmerksam zu: >>Es gab auf der Erde eine Menge dunkler Perioden, eine davon war der Zweite Weltkrieg. Der der ungefähr in der Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts begann. Nach dem Ersten Weltkrieg kam in Deutschland ein Mann an die Macht, der die deutsche Republik in einen diktatorischen Staat umwandelte. Sein Name war…<<
>>… Adolf Hitler.<< ,beendete Torres den Satz des Captains, auch Sie kannte diesen Namen noch aus dem Geschichtsunterricht der Schule. >>Das ist richtig B’Elanna. Er hat Deutschland und Europa in den Zweiten Weltkrieg hinein geführt, durch seine falsche, sowie bösartige Ideologie. Es entstanden viele Arbeits- und Konzentrationslager, in denen Millionen Menschen gestorben sind, darunter viele weitere, durch den schrecklichen Krieg.<< ,erzählte Janeway. >>Wie furchtbar!<< ,erwiderte Neelix fassungslos, ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. >>Also haben wir es hier mit Deutschen zu tun?<< ,fragte Torres nach. >>Ich glaube ja.<< ,erwiderte der Captain und sprach weiter: >>Alles was ich bisher gesehen habe, das Hakenkreuz, der Name des Schiffes, die Uniformen, sprechen eine eindeutige Sprache. In diesem Universum existiert keine Föderation, sondern vermutlich, ein deutsches Imperium oder Reich, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat.<< >>Unmöglich.<< ,entgegnete Torres ungläubig: >>Aber wenn wir noch immer im Delta Quadranten sind, hat sich dann das Deutsche Reich bis hierher ausgedehnt? Oder warum sonst, sollte die Germania hier sein?<< >>Vielleicht wurden Sie auch vom Fürsorger verschleppt? Oft passieren dieselben Ereignisse auch in Paralleluniversen. Wir müssen dem noch genauer auf dem Grund gehen.<< ,erwiderte der Captain. Janeway die nicht mehr auf dem harten Boden sitzen konnte, stand auf: >>Es ist die einzige plausible Schlussfolgerung, die das alles hier an Bord erklärt.<<
Überraschend kam ein Soldat in den Arrest herein und kam vor dem Außenteam zum Stehen: >>Captain Janeway! Die Kommandantin möchte Sie allein in Ihrem Bereitschaftsraum sprechen. Ich werde Sie dorthin begleiten.<< Der Soldat deaktivierte das Kraftfeld und lies Kathryn mit vorgehaltenem Phaser aus der Zelle treten. >>Seien Sie vorsichtig Captain!<< ,rief Neelix noch hinter her, als die beiden den Raum verließen. Beide schritten durch die Korridore, Kathryn vorne weg und der Soldat dicht hinter Ihr, mit dem Phaser in der Hand. Sie bemerkte erst jetzt richtig, wie sehr die Germania, der originalen Voyager ähnelte. Es war fast schon erschreckend, wie vergleichbar die beiden Schiffe miteinander waren, nur dass hier andere Personen, beziehungsweise Soldaten durch die Korridore unterwegs waren. Janeway erinnerte sich noch genau daran, wie die Hirogen vor etwa einem Jahr die Voyager unter Ihre Kontrolle brachten und das Schiff, in ein riesiges Holodeck verwandelten. Auch dort lief eine Simulation aus dem Zweiten Weltkrieg, Soldaten von beiden Supermächten, Amerika und Nazis Deutschland, verwüsteten die Korridore, wie auch mehrere Quartiere. Doch diesmal war es keine Simulation auf dem Holodeck, sondern knallharte Realität mit echten, gefährlichen Personen und Waffen. Das Gleiche war aber auch zu schaffen, wenn die Sicherheitsprotokolle des Holodecks deaktiviert waren.
Im anderen Universum, hatte man in der Zwischenzeit eine kleine Flotte aus mehreren Lenorakreuzern, sowie der Voyager zusammengestellt, die das Shuttle auffinden sollte. Jedes Schiff bekam einen anderen Kurs zugewiesen, um das riesige Gebiet schneller, wie auch effizienter zu durchsuchen. Wer etwas gefunden hatte, egal ob Warspur oder Trümmerteile der Cochrane, hatte es sofort, der Voyager zu melden. >>Commander! Die Lenoraschiffe sind bereit und teilen sich jetzt auf. In welche Richtung werden wir fliegen?<< ,fragte Paris.
>>Wir werden einen anderen Kurs zum Nebel aufnehmen. Mit maximalen Sensoren! Das Shuttle muss irgendwo zwischen Lenora Prime und den Nebelausläufern verschwunden sein. Setzen Sie einen entsprechenden Kurs!<< ,befahl Chakotay.
Computerlogbuch der Voyager,
Leitender Offizier Commander Chakotay,
Sternzeit: 52643,2
Nach zwei Stunden langer und intensiver Suche nach der Cochrane, haben wir endlich die Warpspur des Shuttles gefunden. Sie war auf den normalen Sensoreneinstellungen nicht mehr zu erkennen. Erst nachdem Seven die Sensoren auf winzige Warppartikel remodulierte, war eine schwache Spur auszumachen.
Nachdem man der Warpspur eine ganze Weile gefolgt war und keine Trümmerteile auf dem Weg gefunden hatte, hoffte man, das Außenteam, als auch die Cochrane, noch in einem Stück vorzufinden. >>Commander, die Warpspur endet hier abrupt. In etwa zwanzig Kilometer Entfernung.<< ,meldete sich der junge Fähnrich Kim zu Wort. >>Und das Shuttle? Wird etwas angezeigt?<< ,fragte Chakotay nach. Harry schüttelte den Kopf: >>Nein Sir. Weder Trümmer noch Energieanzeigen.<< Tom erwiderte besorgt: >>Vielleicht wurde das Shuttle entführt? Wäre es explodiert, würde man doch sicherlich was finden?<< >>Ich stimme Lieutenant Paris zu. Da es keine Kampfspuren zu entdecken gibt muss das Shuttle von irgendwem aufgelesen worden sein.<< ,antwortete der Sicherheitschef. Der Commander nickte, er war derselben Auffassung wie seine Offiziere, doch wie sollten Sie das Shuttle jetzt finden? >>Gibt es noch andere Antriebsspuren auf den Sensoren?<< ,wollte Chakotay wissen. Kim schüttelte erneut den Kopf: >>Nein Commander, die Sensoren sind sehr weit ausgedehnt. Im Umkreis von mehreren Lichtjahren werden keine Warppartikel oder fremde Antriebsspuren angezeigt.<< Nun war auch der erste Offizier, mit seinem Latein am Ende: >>Das gibt es doch nicht, so ein Shuttle löst sich doch nicht einfach in Luft auf. Nicht einmal ein Notsignal haben wir bisher von Ihnen aufgefangen. Diese Suche entwickelt sich langsam zu der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Mister Kim, geben Sie den Kreuzern durch, dass wir weiter suchen müssen, vielleicht entdeckt ein der Kreuzer, einen Anhaltspunkt. Wir werden auf diesem Kurs vorerst bleiben!<< >>Aye Sir!<< ,erwiderten Tom und Harry gleichzeitig.
Kurz vor dem Turbolift kam Ihnen, die Kommandantin aus einem anderen Korridor entgegen: >>Hahh…, Captain Janeway, schön das wir uns noch vor der Brücke treffen, dann kann ich Ihnen gleich meine Offiziere vorstellen.<< Schmidt entriss dem Soldaten die Waffe: >>Vielen Dank Fähnrich Eckstein, aber ab hier übernehme ich.<< Der Soldat salutierte und verschwand im gleichen Gang, aus dem Katharina gekommen war. Der Turbolift brachte die beiden Oberbefehlshaber, mit rasanter Geschwindigkeit auf Deck eins zur Brücke hinauf. Als sich dort die Türen öffneten, schrie ein Soldat, der den Eingang bewachte sofort: >>Flottenkommandantin auf der Brücke! Sie erwartet ein freudiges Heil Hitler!<< Alle Offiziere legten abrupt ihre Arbeit nieder und strecken den rechten Arm in die Luft: >>Heil Hitler!<< ,erwiderten Sie gemeinsam. Schmidt hob nur lasch die rechte Hand, gab damit den Gruß zurück, Janeway stockte der Atem: >>Hitler ist doch unmöglich noch am Leben?<<
Katharina steckte den Phaser ein und ging voran über die Brücke: >>Nein das nicht, aber der Gruß erinnert uns daran, wo wir herkommen und wem wir das alles hier, zu verdanken haben.<< ,lächelte Schmidt. Sie stellte ihre höheren Offiziere vor: >>Das hier ist mein erster Offizier, Oberkommandant Wilhelm Schneider, dort drüben an der Wand, sitzt mein Kommunikationsoffizier Leutnant Erika Müller, hier mein Steuermann Stefan Maurer, sowie mein taktischer Offizier Richard Althaus, er teilt die Truppen ein. Kathryn war mehr als nur angeekelt und antwortete widerwillig: >>Sie haben eine wirklich, tolle Crew.<< >>Das finde ich auch.<< ,entgegnete Schmidt und klopfte ihrem Oberkommandanten auf die Schulter. Danach gingen beide in den Bereitschaftsraum, der auch große Ähnlichkeit mit Janeways Eigenem hatte, sogar der Schreibtisch stand an der selben Stelle. Dahinter an der Wand, hing ein großes Ölgemälde des Führers in heroischer Haltung. Viele historische Gewehre und Säbel schmückten die Wände, über dem Replikator war eine Flagge des Deutschen Reiches angebracht worden. Immer mehr fühlte sich Janeway, wie in einem schlechten Science-fiction Film der sechziger, der die Nazis, als schlimmsten Albtraum darstellte. >>Möchten Sie etwas Essen oder Trinken Captain?<< ,fragte Katharina, als Sie am Replikator stand. >>Nicht bevor der Kazon und meine Crewmitglieder im Arrest auch etwas bekommen haben.<< ,antwortete Kathryn bösartig.
Schmidt erwiderte gelassen: >>Das dachte ich mir schon, jeder von Ihnen hat bereits etwas zu bekommen. Sie dürfen sich ruhig etwas aussuchen.<< >>Ich möchte mich erst davon überzeugen.<< ,erwiderte Janeway misstrauisch. Die Kommandantin ging zu ihrem Monitor, aktivierte ihn ein und drehte den Bildschirm zu ihr um. Eine Liveübertragung der Arrestzellen war zu sehen, in denen alle drei Gefangenen von Blechtellern aßen, sowie einen Becher mit Wasser hatten. >>Ich hoffe, Sie sind jetzt zufrieden. Kann ich Ihnen vielleicht doch etwas anbieten?<< >>Ein schwarzer Kaffee wäre nicht schlecht.<< ,antwortete Kathryn. Schmidt grinste: >>Das wäre auch mein Vorschlag gewesen, setzen Sie sich.<< Gemeinsam setzten sich auf das bequeme Sofa. >>Nun Captain.<< ,sagte die Kommandantin und nahm nochmals einen kräftigen Schluck von ihrem Kaffee: >>Sie haben meine Crew kennengelernt, jetzt möchte ich gern auch Ihre kennenlernen, wer sind die beiden anderen im Arrest?<< Kathryn war nicht ganz wohl bei der Sache, gab aber trotzdem die Namen und den Rang preis: >>Die Klingonin, ist Lieutenant B’Elanna Torres, meine Chefingenieurin auf der Voyager. Der Talaxianer heißt Neelix und ist mein Moraloffizier, sowie der Chefkoch.<< Katharina lachte laut auf: >>Das klingt total verrückt. Ein Klingone, der für das Kämpfen geschaffen ist, drückt Knöpfe und die Küchenratte ist auch noch gleichzeitig für die Moral zuständig, das passt doch überhaupt nicht zusammen.<< >>Ein wenig mehr Respekt, wenn ich bitten darf! Sollten mit meinen Offizieren genauso umgehen, wie ich mit Ihren umgehe.<< ,sagte Janeway zornig. >>Es tut mir leid, aber ich finde das sehr amüsant.<< ,grinste Katharina und wechselte das Thema: >>Wie sieht ihr Schiff aus? Ähnlich wie meines?<<. >>Um ehrlich zu sein, sehen Sie sich verdammt ähnlich. Als die Germania über uns hinweg geflogen ist, hatten wir die Hoffnung die Voyager käme uns zur Hilfe. Sie dürften etwa die gleiche Größe haben, sowie über die entsprechenden fünfzehn Decks verfügen.<< ,antwortete Kathryn und machte selbst einen Schluck vom schwarzen Kaffee. >>Ich muss Ihnen ein Kompliment machen, Captain. Sie verfügen über eine herausragende Beobachtungsgabe, als auch eine Menge Mut, dass haben nur die wenigsten. Sie könnten ja fast ein Double von mir sein.<< ,lachte Schmidt. Die Kommandantin stand auf und ging wieder hinunter zum Schreibtisch: >>Dann gehe ich davon aus, dass Ihre Mannschaftsstärke auch aus zweihundert Personen besteht und das die Voyager über einen Überlichtantrieb verfügt, der mindestens Faktor neun erreicht, habe ich recht?<< Katharina war nicht dumm, sie wollte von Kathryn ein paar wichtige Details über die Voyager herausfinden, doch Janeway hatte Sie durchschaut: >>Ich verrate lieber nicht zu viel. Sie werden es selber sehen, wenn die Voyager zur Rettung kommt.<<
Wieder lachte Schmidt laut auf: >>Sie sind wirklich zu komisch. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass man Sie und Ihre Offiziere hier finden wird.<< >>Das glaube ich schon. Meine Crew ist aufgeweckt, mutig und eine der besten der Sternenflotte.<< ,antwortete Janeway stolz. Die Kommandantin winkte ab: >>Wie dem auch sei. Ich habe Sie aus einem sehr bestimmten Grund hierher gerufen, denn ich will Ihnen etwas zeigen.<< Katharina drückte dem Captain ein Padd in die Hand: >>Wie Sie hier sehen können, konnten wir die Raumverzerrung, die Ihre Raumfähre herbrachte, kurz bevor Sie sich schloss, mit unseren Sensoren abtasten. Das Ergebnis ist ein Subraumtrichter, der nicht nur einen Punkt mit dem anderen im gleichen Universum verbindet. Sondern zwei Punkte in zwei verschiedenen Universen. Darum sind Sie hier bei uns, und ich werde Sie, wie auch Ihre beiden Besatzungsmitglieder nicht wieder weglassen.<< >>Schön!<< ,erwiderte Janeway: >>Wenn das so ist, haben wir ja eine Menge Zeit uns zu unterhalten. Nun stelle ich Ihnen eine Frage: >>Wie ist in Ihrem Universum der Zweiten Weltkrieg, und die Geschichte danach, verlaufen?<< Die Kommandantin öffnete auf ihrem Monitor, die Bibliotheksdatenbank und drehte ihn erneut zu Janeway um.
Die Voyager war weit über die Warpspur der Cochrane hinausgeflogen, jedes Planquadrat auf der Karte, zwischen Lenora Prime und dem Nebel wurde abgesucht, jedoch gab es immer noch keinen Hinweis auf den Verbleib des Shuttles. Weitere zwei Stunden waren durch die mühselige Suche verstrichen, unerwartet wurde Chakotay aber dann, zu Seven of Nine in die Astrometrie zitiert. Er hoffte, dass wenigstens Sie etwas gefunden hatte: >>Bericht!<< ,sagte er recht schroff, als er die Astrometrie betrat. Seine Geduld war allmählich erschöpft.
>>Nachdem ich mich eingehend mit unserer derzeitigen Situation beschäftigt habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass das Shuttle nicht entführt oder explodiert ist. Es wird lediglich leicht beschädigt sein und dürfte, sogar noch über Energie verfügen.<< ,antwortete die ehemalige Borg Drohne. Chakotay starrte Sie an: >>Wie kommen Sie darauf?<< ,fragte er verwirrt nach.
>>Es hat seine Zeit gedauert, aber ich habe die Sensoren gerade nochmals remoduliert und eine Raumanomalie entdeckt, in die das Shuttle wahrscheinlich verschwunden ist.<<
Die Augen des Commanders leuchteten auf, endlich gab es Hoffnung für das Außenteam, die lange Suche konnte beendet werden: >>Wo befindet sich die Anomalie?<<
>Sie befindet sich etwa 50 Meter neben der abgerissenen Warspur. Aber um mehr Informationen darüber zu erhalten, müssen wir näher heran.<<
>>Danke Seven. Senden Sie die Koordinaten an Toms Konsole. Ich mache mich wieder auf den Weg zur Brücke.<< ,erwiderte Chakotay freudig. Seven lächelte zurück: >>Ist bereits geschehen.<<
Auf der Brücke angelangt ging der Commander zu Tom an die Steuerkonsole:
>>Mister Paris haben Sie die Koordinaten von Seven erhalten?<<
>>Ja Sir!<< ,antwortete der Lieutenant. >>Dann setzten direkten Kurs darauf! Maximaler Impuls!<<
Als die Voyager dort ankam, war die Anomalie auf dem Bildschirm, durch die remodulierten Sensoren erstmals zu sehen. Sie versteckte sich im Moment, tief im Subraum und für das Schiff nicht erreichbar, die Sensoren konnten jedoch ein paar brauchbare Auskünfte geben. Seven hatte sich nun auch auf der Brücke eingefunden und arbeitete, neben Harry Kim an der Ops-Station daran. >>Mister Kim, was genau ist das für eine Anomalie?<< ,fragte Chakotay nach. >>Es ist eine Art Subraumverzerrung der Klasse sechs Commander, auch bekannt unter den Namen Subraumtrichter.<<
Chakotay runzelte die Stirn. Anomalien waren nie sein Spezialgebiet gewesen: >>Wie funktioniert so ein Trichter?<<
Seven antwortete, bevor es Harry tun konnte: >>Ein Subraumtrichter kann theoretisch zwei Punkte im Weltraum durch einen Subraumkanal oder Tunnel miteinander verbinden. Durch diesen Kanal wird ein Objekt, wie zum Beispiel unser Shuttle, über Lichtjahre hinweg zum anderen Ende des Tunnels transportiert. Das heißt unser Außenteam und die Cochrane, könnten sich zurzeit überall in der Milchstraße befinden. Theoretisch natürlich.<<
Alle auf der Brücke schauten Seven entsetzt an und jedem, drehte sich der Magen um. Es schien, als wäre die Rettungsmission, schon zu beginn an, zum Scheitern verurteilt. Chakotay versuchte dennoch optimistisch, zu bleiben: >>Ich würde gerne wissen, wie lange der Trichter offenbleibt und wann er genau in den normalen Raum zurückkehren wird?<<
Seven erwiderte: >>Er öffnet sich etwa alle zehn Stunden. Danach bliebt der Trichter genau fünfzehn Minuten offen, bevor er sich wieder verschließt.<<
Der Commander schaute auf den Chronometer und rechnete die Stunden, als auch die Minuten zusammen die Sie schon mit der Suche nach dem Shuttle verbrachten hatten. Nachdem was Osahl gesagt hatte, war das Außenteam schon nahezu vier Stunden von Lenora Prime aufgebrochen, bevor Chakotay sich dort meldete: >>Dann dürfte es doch in weniger als zwanzig Minuten so weit sein oder?<<
>>Das ist korrekt! Es sind genau noch, achtzehn Minuten und fünfundzwanzig Sekunden.<< ,entgegnete Tuvok, der ebenfalls gerechnet hatte. >>Dann sollten wir uns darauf vorbereiten!<< ,meinte Chakotay und teilte Befehle aus: >>Harry, zwei Lenorakreuzer sollen uns zur Unterstützung eilen. Rufen Sie die nächstgelegenen Schiffe herbei!, Mister Tuvok, roter Alarm! Alle Primär-und Sekundärsysteme sichern! Schilde auf Maximum!, Tom, wenn der Trichter den Subraum verlässt, könnten wir mit hineingezogen werden, versuchen Sie die Voyager außerhalb des Radius zu positionieren, aber nahe genug, um mit den Sensoren klare Messwerte zu erhalten!<<
Sofort machten sich alle an die Arbeit, es herrschte plötzlich geschäftiges Treiben auf die Brücke, die friedliche Ruhe von vorhin war verflogen. Alle wichtigen Systeme mussten doppelt gesichert werden, um sie gegen starker magnetischer Strahlung, sowie anderen unbekannten Gefahren zu schützen.
In der Zwischenzeit erzählte Katharina dem Captain in ihrem Bereitschaftsraum die unglaubliche Geschichte wie es den Deutschen gelungen war, den Krieg zu gewinnen: >>1944 haben wir es dann endlich geschafft in eine A-4 beziehungsweise, in eine A-4b Rakete einen Atomsprengkopf mit Plutonium einzubauen. Auch bekannt unter dem Namen: Vergeltungswaffe Nummer-3 (V3). Damit machten wir Moskau und den Kreml dem Erdboden gleich. Natürlich war die Welt darüber erschüttert, brachte uns aber endlich wieder vorwärts. Dir Rote Armee sowie die Alliierten bekamen davon solche Angst, wodurch ihr beider Vormarsch, sehr stark ins Stocken geriet. Danach folgte ein Sieg nach dem anderen und wir konnten die Alliierten von Europa vertreiben, als auch die Rote Armee endgültig vernichten. Amerika widersetzte sich sehr lange, sie versuchte selbst zweimal eine Nuklearrakete nach Berlin zu schicken.<<
>>So wie es aussieht, hat es nicht geklappt.<< ,entgegnete Janeway. Sie konnte nicht glauben, was Sie da hörte.
>>Nein hat es nicht.<< ,berichtete Schmidt stolz: >>Wir haben danach nicht lange gezögert und einen Vergeltungsschlag gestartet. Von dem Flugzeugträger Graf Zeppelin aus, haben meine Vorfahren dann, die neue V6 Rakete, die lange in Ihrer Entwicklung war, starten lassen. Damit wurde Washington D.C, Manhattan, wie auch Los Angeles von der Erde getilgt. Viel ist davon nicht übrig geblieben, aber es brachte uns weiteren Respekt ein. 1950 wurde Berlin dann in Germania umgetauft, sowie der Bau der großen Volkshalle endlich vollendet. Zwei Jahre später präsentierte Konrad Zuse seine außergewöhnliche neue Rechenmaschine die „Z5“ mit Bildschirm und Tastatur. Der Krieg war aber noch lange nicht zu Ende, wir schafften es aber, bis zum Jahr 1960, dass uns achtzig Prozent der Welt, dem Deutschen Reich gehört.<<
>>Gab es denn keinen Widerstand?<< ,fragt Kathryn fassungslos.
>>Zu genüge.<< ,antwortete die Kommandantin und sprach weiter: >>Jeder Einzelne wurde aber vereitelt oder schon in der Planung aufgedeckt. Es gab auch mehrere Anschläge auf den Führer, allerdings wurde er nie ernsthaft verletzt und starb später an Altersschwäche. Nach dem Tod von Adolf Hitler, gab es viele weitere Reichskanzler, bis in unsere heutige Zeit. Aber der alte Gruß, blieb weiterhin bestehen. Bevor Hitler stark, konnte er noch miterleben, wie am 21. Juli 1966 Hans Eisenreich, die ersten Schritte auf dem Mond tat und die Flagge des Deutschen Reiches, dort für uns hisste.<<
Schmidt zeigte auf den Monitor, ein Abbild von Hans Eisenreich war zu sehen, wie er gerade in die Rakete einstieg.
>>Wie ging es weiter?<< ,fragte Janeway, obwohl Sie es eigentlich gar nicht hören wollte.
>>Die Japaner waren bis zu diesem Zeitpunkt, immer ein guter Verbündeter, wie auch Handelspartner gewesen, das änderte sich jedoch 1968. Nachdem in Tokio mehrere japanische, aber auch deutsche Generäle durch eine Autobombe starben. Beide Seiten schoben es dem anderen in die Schuhe und ein neuer Krieg brach aus. Obwohl es durchaus Informationen gab, dass diese Autobombe vom Widerstand deponiert worden ist.<<
>>Lassen Sie mich raten. Deutschland ging als Sieger hervor.<< ,antwortete Janeway.
Schmidt nickte und erzählte weiter: >>Nachdem nun die ganze Welt, sowie der Mond, unter deutscher Kontrolle stand und von allen nichtarischen Rassen gesäubert war. Wurde 1988 das größte Unterfangen der gesamten Erde in Angriff genommen, Projekt Atlantropa.<<
Kathryn zuckte mit den Schultern: >>Ich habe davon noch nie etwas gehört.<<
Die Kommandantin versuchte es zu erklären: >>In der Meeresenge von Gibraltar entstand der größte Staudamm der Welt, der ganz Europa und Afrika mit Elektrizität versorgen konnte. Durch den Damm, der den Meeresspiegel im Mittelmeer abgesenkt hatte, konnte viel Neuland dazu gewonnen werden. Mit weiteren Kraftwerken in Gallipoli, als auch in Afrika wurde der Strom bis nach Japan und Amerika geliefert. Mit langen Tunnels, sowie einigen großen Brücken, verschmolz Afrika mit Europa zu einem Kontinent. Und einen weiteren Vorteil hat dieses Projekt mit sich gebracht, durch die Umleitung von großen Mengen Süßwassers, konnte die staubige Sahara fruchtbar gemacht werden. Tausende Felder wurden bepflanzt, mit zahlreichen Sorten Getreide. Wir haben damit die Hungersnot der ganzen Erdbevölkerung stillen können. Alle Städte am Mittelmeer wurden dann, ganz neu, nach den Plänen von Albert Speer geplant und gebaut.<<
Der Captain war mehr als nur schockiert, aber dennoch Froh darüber, dass dieses Projekt nicht in ihrem eigenen Universum versucht worden war. Die Umwelt, sowie das Gleichgewicht des Klimas auf der Erde, hätte dadurch einen großen Schaden erleiden können. Wie durch ein Wunder, war das anscheinend nicht passiert: >>Das muss ja ungemein kostspielig gewesen sein?<< ,erwiderte Janeway darauf.
>>Ich habe leider nicht mehr alle Zahlen im Kopf, aber das Projekt Atlantropa hat Milliarden Reichsmark verschlungen.<<
Die beiden Lenorakreuzer waren nach einigen Minuten bei der Voyager angekommen und meldeten sich einsatzbereit. Auf dem Sichtschirm, tauchte der Kommandant des Führungsschiffes auf: >>Commander Chakotay, ich bin Rennah, der Kommandant der Sinhopa. Können wir ihnen behilflich sein?<< ,fragte der Lenoraner aufrichtig.
>>Allerdings. Kennen Sie die Gegend hier gut?<< ,fragte Chakotay.
Der Kommandant verzog das Gesicht: >>Wenn ich ehrlich sein darf, fast gar nicht. Wir beschützen nur unsere Heimatwelt und trauen uns normalerweise nicht weit in den Weltraum hinaus. Das hier ist unser erstes Mal so weit draußen.<<
>>Es gibt hier, direkt vor unserer Nase eine Anomalie, die jetzt in wenigen Minuten aus dem Subraum auftauchen wird, haben Sie von diesem Phänomen schon mal gehört?<<
>>Gehört schon öfters, aber noch nie gesehen. Es gibt Gerüchte, dass hier draußen schon spurlos Schiffe verschwunden sind, aber ich hielt Sie immer für Märchen oder Mythen. Wollen Sie mir etwa sagen, dass diese Geschichten wahr sind und das ihr kleines Shuttle darin verschwunden ist?<< ,fragte der Kommandant. Der erste Offizier nickte: >>Ja, das glauben wir, weil es aber ein heikles Unterfangen ist, habe ich um Unterstützung gebeten.<<
Der Lenoraner salutierte: >>Die Sinhopa und die Khyeen stehen Ihnen zur Verfügung. Wie wollen Sie vorgehen?<<
Chakotay erwiderte: >>Wir werden zuallererst noch mehr Daten über diese Raumverzerrung sammeln, solange Sie geöffnet ist und uns dann gemeinsam etwas überlegen, wie wir unser Außenteam retten können. Wir müssen schnell arbeiten, da wir ein sehr begrenztes Zeitfenster von nur fünfzehn Minuten haben. Sollten wir aber keine Alternative finden, bleibt uns nichts anderes übrig, als hinein zu fliegen und das Außenteam herauszuholen.<<
Rennah schluckte kurz. Er war wahrscheinlich nicht ganz einverstanden damit und wird große Angst davor gehabt haben, in eine unbekannte Anomalie zu fliegen, weigerte sich aber nicht mitzukommen: >>Verstanden Commander! Wir helfen Ihnen, wo es nur geht. Sinhopa Ende!<<
Die Anspannung, hatte durch Chakotays Worten ihren Höhepunkt erreicht, auf der Brücke der Voyager war Sie schon fast greifbar, aber niemand ließ sich etwas anmerken, schon gar nicht Tuvok, der als Vulkanier wie immer, die Ruhe selbst war.
Der Trichter öffnete sich und kam aus dem Subraum hervor, er war größer als erwartet. Sogleich zog er an den drei Schiffen, wie ein überdimensionaler Metallmagnet. Jedoch waren sie alle darauf vorbereiten gewesen und konnten dem starken Sog entgegen wirken.
Die Verzerrung war so enorm groß, dass die drei Schiffe zusammen, vier oder fünfmal hinein passen würden. Das verlangte den Schubdüsen, wie auch den Piloten alles ab, um die Position zu halten.
>>Können wir eine Nachricht durch die Verzerrung an den Captain senden?<< ,fragte der Commander nach. >>Das habe ich soeben versucht, jedoch kommt das Signal nicht ganz hindurch. Die Verzerrung scheint die Kommunikation zu stören<< ,antwortete Seven.
>>Wenn das Shuttle wirklich dort hineingezogen worden ist, müssen wir davon ausgehen, dass die Cochrane beschädigt ist und das kein Kontakt möglich sein wird. Vielleicht ist auch einfach unser Signal zu schwach, für diese enorme Reichweite.<< ,entgegnete Tuvok von seiner Station. Der erste Offizier überlegte kurz und wandte sich an Kim: >>Könnten wir eine Sonde durchschicken, die uns erst einmal einen Überblick verschaffen lässt?<<
>>Eine normale Raumsonde würde sofort, in den Scherkräften zerstört werden. Wir könnten dennoch versuchen, eine zu modifizieren.<< ,erwiderte Kim.
>>Wie lange würde das dauern?<< ,fragte Tuvok und zog eine Augenbraue nach oben.
>>Um Sie den Gegebenheiten anzupassen, würden wir mehrere Stunden benötigen. Sie wäre erst bei der nächsten Öffnung der Anomalie bereit<< ,entgegnete Seven of Nine.
>>Das dauert mir zu lange.<< ,erwiderte Chakotay unruhig. Die Voyager erzitterte und knarzte laut auf, lange würden Sie die Position nicht mehr halten können, die strukturelle Integrität war auf das Äußerste belastet. Wahrscheinlich ging es den Lenoranerkreuzern nicht viel anders.
Während die Voyager und die Lenorakreuzer immer noch einen Weg zum Außenteam suchte, erzählte Katharina ihre Geschichte weiter: >>Dannach versuchte Mann, immer öfter mit Raketen, als auch Raumfähren in den Weltraum hinaus zu kommen. Im Jahr 2065
kam dann der große Durchbruch, Karl Heinz Kirchner, ein hervorragender Ingenieur aus Breslau, erfand den ersten Überlichtantrieb für Raumschiffe. Der erste Kontakt mit den Vulkaniern verlief zu unseren Gunsten, wir haben Ihr Schiff gekapert und dann Stück für Stück auseinander genommen. Danach waren wir eigentlich nicht mehr zu bremsen. 2118 als Kirchner schon in die Jahre gekommen war, eröffnete er den Ü- 5 Komplex (Überlicht Komplex) in München. Damit war es möglich einen neuen Antrieb zu bauen, der Überlicht Faktor fünf und mehr schaffen konnte. Einer der ersten Kommandant eines solchen Raumschiffes war, Jonas Achner. Er führte die erste Raumschiff flotte, gegen die Andorianer, wie auch der Tellariten an. Im Jahr 2130 Kolonisierten wir dann den Mars, man fand dort jede Menge gefrorenes Wasser. Nach den ersten schritten, dauerte es nicht lange, als man auf den Mars, die ersten Versuche im Bereich des Terraformings machte.<<
Janeway hatte nun genug gehört und wechselte schnell das Thema: >>Wie ist eigentlich die Germania in diesem Teil der Galaxie gestrandet?<<
>>Ohhh, das ist eine lange Geschichte. Kurz gesagt, waren wir damals auf einer streng geheimen Mission unterwegs, als wir von einer Verlagerungswelle getroffen worden und hier gestrandet sind.<<
Sofort kam Janeway diese Geschichte bekannt vor, Sie hatte schon fast damit gerechnet: >>Sie wurden also auch vom Fürsorger entführt? <<, fragte Kathryn.
Die Kommandantin nickte: >>Ihnen ist das Gleiche, in Ihrem Universum passiert oder?<<
Auch der Captain nickte: >>Ganz recht, siebzigtausend Lichtjahre von der Erde entfernt. Wir mussten uns gegen viele Feinde behaupten, Borg, Kazon, Hirogen.<<
>>Wir hatten genau dieselben Probleme. Zu schade das unsere Tarnvorrichtung nicht mehr funktioniert.<<
Janeway wurde hellhörig, hatte sich die Kommandantin vielleicht gerade verplappert? Kathryn versuchte mehr heraus zu bekommen und fragte vorsichtig nach: >>Was ist mit Ihrer Tarnvorrichtung?<<
Katharina grinste: >>Versuchen Sie gerade mich, auszuhorchen? Glauben Sie mir das, klappt nicht. Diese Information ist für Sie total wertlos, genauso wie für uns.<<
>>Was meinen Sie?<< ,wollte Janeway wissen.
>>Die Tarnvorrichtung hat das Deutsche Reich, den Romulaner abgeluchst. Wir waren das erste Schiff, die diese Tarnvorrichtung installiert bekam, allerdings ist Sie, als wir hier gestrandet sind, irreparabel beschädigt worden. Die Tarnvorrichtung ist wertlos.<< ,erklärte Schmidt und sprach dann weiter: >>Ich habe nun vieles von uns erzählt, wie sieht die Geschichte bei Ihnen aus? Wie ist Ihr Zweiter Weltkrieg zu Ende gegangen?<<
Janeway setzt gerade an, als die Germania von einer starken Erschütterung erbebte. Sofort sprang Schmidt auf und lief zur Brücke. Janeway folgte ihr, Sie hoffte auf Rettung, durch die Voyager.
Chakotay rauchte der Kopf, es war anstrengend eine gute Lösung für dieses Szenario zu finden, als auch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zusätzlich musste man ein gutes Beispiel für die Crew abgeben und zu jeder Zeit einen kühlen Kopf bewahren, doch im Moment war das sehr schwierig und guter Rat teuer.
>>Wir könnten doch mit einem Shuttle hindurch Fliegen und das Außenteam zurück holen. Der Delta Flyer hält sicher den Scherkräften stand.<< ,meinte Tom, darauf hatte er schon lange spekuliert. Es gab keinen besseren Nervenkitzel, als ein Shuttle durch raues Gebiet zu fliegen: >>Lassen Sie mich das Außenteam dort raus holen.<<
Chakotay hatte mit dieser Antwort gerechnet und verneinte sofort: >>Nein Tom! Wenn der Delta Flyer ebenfalls beschädigt wird, sind noch mehr Besatzungsmitglieder verschollen, das werde ich nicht zulassen.<<
>>Aber irgendetwas müssen wir doch tun können?<< ,meinte Paris gereizt.
Auch die Lenoraner hatten sich über diese prekäre Lage den Kopf zerbrochen und meldeten sich auf dem Bildschirm der Voyager: >>Commander, unsere Schiffe sind für solche starken Kräfte nicht ausgelegt, wir sollten dringend eine Lösung finden.<<
>>Was schlagen Sie vor?<< ,fragte Chakotay, den Kommandanten.
>>Wir könnten eines unserer Shuttles durch…<<
Der erste Offizier winkte ab: >>So etwas ähnliches haben wir auch gerade besprochen. Ich finde, dass Risiko einfach zu groß, um noch mehr Leute in dem Trichter zu verlieren.<<
>>Ich verstehe Ihre Bedenken und teile Sie. Ihre Technik ist unserer weit voraus, haben sie den nichts, womit Sie Ihr Shuttle zurückholen können?<< ,wollte Rennah wissen.
Chakotay versuchte dem Kommandanten das, zu erklären: >>Wir haben einen Traktorstahl zur Verfügung, der solche Dinge normalerweise übernehmen kann, aber leider ist er in unserer derzeitigen Situation nicht zu gebrauchen.<<
Rennah nickte verständnisvoll, er überlegte weiter. Viel Zeit blieb ihnen nicht mehr übrig, in weniger als acht Minuten, würde sich der Subraumtrichter wieder schließen und damit wertvolle Zeit verstreichen. Plötzlich hatte Harry einen Geistesblitz: >>Commander, es wäre schon möglich unser Shuttle zurückzuholen. Mit einer umgekehrten Warpkaskade könnte ich den Subraumtrichter umkehren, sodass er in unsere Richtung funktioniert, allerdings stecken unsere Schiffe bereits in seinem tiefen Sog fest, deshalb kann ich nicht genau sagen,
ob unsere Schiffe das aushalten. Außerdem wissen wir noch nicht genau, ob die Cochrane wirklich auf der anderen Seite der Anomalie ist, damit Sie auch eingesogen werden können.<<
Seven die neben dem jungen Fähnrich stand und in ihrem Kopf bereits viele Szenarien durchgespielt hatte, darunter auch eine Warpkaskade, schüttelte den Kopf: >>So eine umgekehrte Kaskade auszulösen wäre im Moment glatter Selbstmord. Auch die Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle, uns bleiben aber nur noch vier Minuten. Die einzige Chance, die uns bleibt, ist, die Voyager hindurch zu fliegen.<<
Tom meldete sich zu Wort: >>Commander! Ich glaube, die Khyeen hat Schwierigkiten die Position zu halten, Sie bewegt sich langsam vorwärts.<<
>>Seven hat recht!<< ,sagte Chakotay kämpferisch: >>Bevor wir noch mehr Zeit verlieren oder Schiff in Gefahr bringen, fliegen wir hindurch und holen unser Team zurück. Mister Kim! Geben Sie der Sinhopa, sowie der Khyeen ein Signal. Wir fliegen rein!<<
Die Germania war von drei Kazon-Raidern und zwei Trägerschiffe umzingelt, -für die Voyager wäre diese feindliche Übermacht tödlich gewesen- dachte sich Janeway, als sie mit Katharina auf der Brücke stand. Jedoch glaubte die Kommandantin an einen glorreichen Sieg, sie stellte sich tapfer, dem Feind entgegen.
>>Roter Alarm! Schilde und Waffen auf Maximum! Jägerstaffeln bereithalten!<< ,befahl Schmidt ihrer Mannschaft.
>>Frau Kommandantin, Sie werden vom feindlichen Führungsschiff gerufen!<< ,meldete sich Erika Müller zu Wort. >>Auf den Monitor!<<
Auf dem Bildschirm der Germania, tauchte für Kathryn keine unbekannte Person auf, es war Maje Culluh von den Kazon-Nistrim: >>Endlich stehen wir uns wieder gegenüber Schmidt, diesmal entkommen Sie mir nicht.<<
>>Sparen Sie sich lieber die Luft Culluh, den sie wird Ihnen bald ausgehen.<< ,erwiderte Katharina entschlossen. Der Maje musste daraufhin lachen: >>Sie sollten Ihre Klappe nicht so weit aufreißen, meine Gute. Seit wir uns das letzte Mal gesehen haben, ist eine Menge passiert. Ich bin nun Erster Maje der Kazon-Nistrim und gerade dabei, alle Sekten gegen Sie aufzuhetzen.<<
Janeway blieb dem Bildschirm lieber fern, Sie wollte nicht in diesen Konflikt mit hineingezogen werden. Außerdem sähe es wahrscheinlich sehr komisch aus, wenn plötzlich noch ein Double, auf dem Schirm erschienen wäre.
Die deutsche Kommandantin verzog keine Miene und blieb eisern: >>Soll mir das etwa Angst machen. Wir haben schon gegen schlimmere Feinde bestanden.<<
>>Nun, dann haben Sie gerade Ihr Todesurteil unterzeichnet, die Verstärkung ist bereits auf dem Weg.<< ,antwortete Culluh und beendete das Gespräch.
Kurz darauf wurden die ersten Feuersalven miteinander ausgetauscht, Funken sprühten über die Brücke der Germania. Ein deutscher Offizier wurde dabei schwer verletzt.
>>Jägerstaffeln starten! Sie sollen die Raider beschäftigen!<< ,schrie Schmidt, über die Kampfgeräusche hinweg, zu Ihrem taktischen Offizier hinüber.
Die Hangar Tore öffneten sich und vierundzwanzig kleine Jäger, stürmten auf die Kazon zu. Sie umschwärmten den Feind, wie Bienen ihren Stock und zwangen Sie dazu, das Schlachtfeld frühzeitig zu verlassen.
B’Elanna und Neelix, die schon eine halbe Ewigkeit im Arrest festsaßen, hatten schon mehrere Versuche unternommen das Kraftfeld ihrer Zelle zu deaktivieren, doch leider missglückte jeder einzelne. Eine starke Erschütterung warf die beiden zu Boden.
>>Was war das?<< ,fragte Neelix nach.
>>Ich glaube, die Germania wird angegriffen, hören Sie doch, das klingt nach Phaserfeuer.<< ,erwiderte Torres.
Neelix sprang auf vor Freude: >>Das heißt wir werden endlich gerettet. Wir kommen hier endlich raus!<<
>>Freuen sie sich nicht zu früh Neelix, Aus dieser Zelle wird uns niemand herausbeamen können, solange die Schilde oben sind.<<
Wenige Sekunden später öffnete sich der Subraumtrichter, die Voyager kam mit den beiden Lenorakreuzern Sinhopa und Khyeen in das Paralleluniversum herein.
>>Frau Kommandantin! Zwei unidentifizierte Schiffe und ein Schiff, dass auch als Germania identifiziert wurde, kommen aus dem Trichter.<< ,meldete Herr Althaus. Schmidt schaute Kathryn an: >>Das ist die Voyager, habe ich Recht?<<
Janeway grinste und erwiderte: >>Ich habe Ihnen gesagt, dass meine Crew mich holen wird.<<
>>Commander! Vor uns wird ein Raumschiff von den Kazon beschossen, dass die Sensoren als Voyager identifiziert haben.<< ,meldete sich Tuvok der Sicherheitschef.
Auf dem Hauptschirm war der Kampf deutlich zu erkennen. Phaser zuckten von einem Schiff zum anderen und prasselten auf die Schilde ein, während zwischendrin Kanonenfeuer, wie auch Torpedos von der Germania ausgeteilt wurden.
>>Noch eine Voyager? Wie kann das möglich sein?<< ,fragte Chakotay in die Runde. Seven brauchte dafür nicht lange überlegen: >>Nach meiner Einschätzung hat uns der Subraumtrichter in ein Paralleluniversum geführt. Den Auswertungen des Trichters und der anderen Voyager zu urteilen, ist das keinesfalls unser Universum.<<
>>Ich stimmte der Einschätzung von Seven of Nine zu, Commander. Die Sensoren zeigen an, dass sich der Captain, dort drüben befindet.<< ,bestätigte der Vulkanier.
Kommandant Rennah tauchte auf dem Schirm auf: >>So etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert, ich sehe zwei Voyagers auf meinen Bildschirm. Können Sie sich das erklären?<< ,fragte er nach.
>>Wir sind in ein Paralleluniversum gelangt Kommandant, es ist jetzt schwer zu begreifen, aber diese andere Voyager vor uns, ist nicht die echte. Wir vermuten das dort unser Außenteam festgehalten wird.<<
Rennah nickte nur und war noch immer verwirrt: >>Sollen wir in den Kampf eingreifen?<<
Ohne zu zögern, entgegnete Chakotay: >>Ja, Wir greifen ein! Versuchen wir unser Außenteam zurückzuholen.<<
Kaum war das Gespräch beendet wurde Sie schon vom nächsten Schiff gerufen.
>>Commander! Wir werden von der anderen Voyager gerufen! Ich lege Sie auf den Bildschirm.<< ,sagte der junge Fähnrich Kim.
Auf dem Hauptschirm erschien ein weiblicher Mensch, der enorme Ähnlichkeit mit Captain Janeway hatte. Chakotay war durcheinander: >>Captain sind Sie das?<<
>>Nein, ich bin nicht Ihr Captain. Ich bin Flottenkommandantin Katharina Schmidt vom deutschen Raumschiff Germania und habe Ihre Crew an Bord. Wenn Sie uns helfen die Angreifer zu vernichten, dann bekommen Sie sie wieder.<<
Nun war sich der erste Offizier sicher, dass Seven mit Ihrer Theorie recht hatte. Sie konnten nur in einem Paralleluniversum gelandet sein: >>Woher weiß ich, dass Sie mich nicht anlügen. Ich würde mich gerne selber davon überzeugen, ob unser Außenteam noch lebt.<<
Janeway kam selbstständig ins Bild getreten: >>Ich bin hier Commander, mir geht es gut. B’Elanna und Neelix auch. Sie sind….<< Schmidt schubste Kathryn aus dem Bild: >>Sie haben genug gehört. Ihren Leuten geht es gut. Helfen sie uns jetzt, oder wir müssen auf Sie, auch das Feuer eröffnen?<<
Chakotay traute Schmidt nicht, konnte allerdings in diesen Moment nichts anderes tun: >>Ok. Wir helfen Ihnen, aber keine Tricks!<<
Das Gespräch wurde beendet und der Commander verteilte die Befehle: >>Mister Tuvok! Wir werden die Kazon ein wenig beschäftigen, es müsste reichen, wenn wir Sie außer Gefecht setzten oder verjagen. Harry! In der Zwischenzeit, scannen sie die Germania auf Schwachstellen. Ich fürchte, wir werden uns mit Ihr noch einen schweren Kampf liefern müssen. Geben Sie den Lenorakreuzern die Freigabe zum Feuern. Tom! Halten Sie uns aus den Schussbahnen heraus!<<
Die Voyager, wie auch die beiden Lenorakreuzer fächerten auseinander und nahmen die generischen Schiffe unter schweren Beschuss. Kurz darauf, kreuzte auch schon die Verstärkung der Kazon auf, auch die anderen Raider, die vorhin geflüchtet waren kamen jetzt zum Kampfgeschehen zurück. Sie mischten sich unter die anderen Feinde und ein großes Durcheinander entstand. Feuersalven schnitten durch den luftleeren Raum, schwächten damit die Schilde der beiden Gegner. Torpedos krachten durch die Schiffshüllen, während andere an den Schilden zerschmettert wurden.
Auf der Germania krachte und knallte es gewaltig. Funken, als auch massig Splitter, regneten von der Decke herab. Große Trümmerteile lagen herum und kleinere Feuer waren ausgebrochen. Das Schiff musste viele Treffer der Kazon einstecken, teilte aber genauso gut auch aus. Die Phaserkanonen des deutschen Raumschiffes, feuerten im Sekundentakt auf alle feindlichen Schiffe in der Nähe. Zahlreiche Phaserbänke, Quantentorpedos, sowie starke Schilde, machten aus der Germania einen schweren Gegner, den es zu bezwingen galt.
>>Frau Kommandantin! Alle Kazon-Raider wurden zerstört, es sind nur noch drei Trägerschiffe übrig.<< , erklärte Richard Althaus. Sie waren am Anfang klar im Vorteil gewesen, doch jetzt hatte sich das Blatt schlagartig geändert.
>>Sehr gut! Unsere Jäger sollen sich weiter um die Kazon kümmern. Wir hingegen, werden uns jetzt an die beiden Freunde, der Voyager heranwagen.<< ,antwortete Schmidt. Janeway schritt sofort ein: >>Lassen Sie diese Leute daraus! Sie sind gerade dabei uns zu helfen und Sie wollen sie vernichten?<<
Katharina winkte ab: >>Halten Sie den Mund. Ich brauche sie nicht mehr.<< ,sie wandte sich einem Soldaten an der Tür zu: >>Schafft Sie aus meinen Augen!<<
Ein Wachmann zog seinen Handphaser und stieß Janeway vorwärts zum Lift. Kathryn drehte sich blitzschnell um, verpasste dem jungen Mann einen hieb ins Gesicht und sprang in den Turbolift hinein, der daraufhin die Türen schloss und losfuhr. Der Soldat taumelte zurück, fiel über das Geländer vor die Füße der Kommandantin: >>Ihr Idioten! Schnappt Sie sofort! Sie will zu Ihren Kameraden!<< ,schrie Schmidt ihren Männern zu.
Ein ganzer Trupp Wehrpflichtiger, quetschte sich in die nächste Liftgondel und nahm die Verfolgung der fliehenden Frau auf.
>>Captain! Die Kazon ziehen sich zurück, aber die Germania hat Ihren Kurs geändert. Sie feuert auf die Lenorakreuzer. Ihre Schilde sind beide nur noch bei vierzig Prozent.<< ,erklärte Tuvok.
Chakotay war endsetzt: >>Was soll das werden? Sind die verrückt? Tom, setzten Sie einen Abfangkurs! Photonentorpdos! Volle Streuung!<<
Die Lonaraner verteidigten sich gemeinsam gegen die mächtige Germania, hatten aber gegen Sie nur wenig Chancen. Die Schilde des Schiffes waren immer noch bei sechsundsechzig Prozent, während die Schilde der schwachen Kreuzer, langsam nach unten sanken. Die Khyeen hatte schon viele Treffer, auch schon von den Kazon, einstecken müssen und war schwer angeschlagen. Die Voyager versuchte ihr Bestes, doch letztendlich war die Khyeen, nicht mehr zu retten. Sie explodierte in einem großen Feuerball, daraufhin Endstand eine enorme Schockwelle, die Trümmerstücke im Weltraum verteilte. >>Die Khyeen wurde zerstört, ich konnte allerdings ein Großteil der Crew herausholen, leider nicht alle.<< ,meldete sich Harry von seiner Station.
>>Gute gemacht Mister Kim. Haben sie eine Schwachstelle der Germania gefunden?<<
Der junge Fähnrich nickte: >>Ja Commander. Seven und ich, sind davon überzeugt, dass ein Feedbackimpuls über einen der Phaser der Germania, den Großteil der Systeme lahm legen wird. Das wird uns genügend Zeit verschaffen, unser Außenteam zu retten und zu fliehen.<<
Der erste Offizier war zufrieden: >>Hört sich doch gut an, aber wann können wir wieder in unser Universum zurück?<<
Weiter Torpedos schlugen auf die Voyager ein, eine heftiger Erschütterung warf die Besatzung zu Boden. Ein massiver Splitter- und Funkenregen, übergoss einige Decks. Die Schilde des Langstreckenschiffs, waren sehr in Mittleidenschaft gezogen worden und hatten nur noch sechsundzwanzig Prozent, ihrer normalen Leistung. Es wurde mit der gleichen härte zurück gezahlt. Seven antwortete, im rauchigen Dunst der Brücke: >>Der nächste Zyklus ist erst in sechs Stunden, solange müssen wir hier ausharren und uns von jeglichen Feinden fern halten.<<
>>Das wird uns nicht viel bringen, Commander.<< ,warf der Sicherheitschef ein: >>Der Subraumtrichter ist unsere einzige Chance auf Rückkehr, in unser eigenes Universum. Die Germania wird höchstwahrscheinlich hier auf uns warten.<< Die Voyager hatte einige Schäden davontragen, es lagen beträchtliche Trümmer herum. Chakotay trat gegen ein Duraniumteil: >>Verdammt noch mal! Wir stecken in einer tiefen Zwickmühle. Wir müssen uns nacheinander um jedes Problem kümmern, alles auf einmal geht nicht. Mister Paris, suchen sie uns ein geeignetes Versteck und gehen Sie auf Warp sobald wir unser Außenteam haben! Mister Kim, melden sie sich bei der Sinhopa. Wenn wir verschwinden, sollen sie uns folgen. Tuvok! Bereiten sie einen Feedbackimpuls vor. Sowie die Geramania das nächste mal feuert, schalten wir ihre Systeme aus.<<
Als das deutsche Raumschiff ihre orangen Phaser abfeuerte, aktivierte der taktische Offizier, den aufgeladenen Feedbackimpuls und traf die Germania sehr empfindlich. Alle Systeme, die mit der Phalanx in Verbindung standen fielen aus. Darunter die Sensoren, die Transporter, der Warpantrieb, die Schilde, wie auch die Phaser versagten augenblicklich. Nur die Phaserkanonen, sowie die Torpedos, stellten noch eine Gefahr dar.
>>Beamen Sie sie hoch und dann nichts wie weg hier!<< ,ergänzte Chakotay.
Janeway war auf dem Deck angekommen, wo sich die Arrestzellen der Germania befanden. Sie rannte durch die Korridore und versuchte ihre beiden Offiziere zu retten. Eine Durchsage der Kommandantin machte auf den Captain aufmerksam: >>An alle! Hier spricht Schmidt. Eine unserer Gefangenen ist entflohen! Sie ist auf den Weg zu den Arrestzellen. Schnappt sie Euch, lebendig oder Tod!<<
Nach kurzer Zeit schon waren mehrere Soldaten hinter Kathryn her, fast hatte Sie den Arrest erreicht. Phaserschüsse ihrer Gegner, verfehlten sie nur knapp.
Mit einem Blick nach hinten war der Captain unachtsam gewesen und stieß mit einem Soldaten zusammen. Beide fielen zu Boden, doch Kathryn war schneller aufgestanden und konnte sich das Phasergewehr schnappen. >>Hey! Stehen bleiben!<< ,rief er ihr hinter her. Langsam rappelte er sich vom Boden auf.
Vor dem Arrest war ein Wachmann aufgestellt worden, Janeway wollte gerade auf ihn schießen, als plötzlich vor ihr ein Kraftfeld auftauchte. Ein starker Schmerz durchfuhr ihren Körper und stolperte zurück. -Was sollte ich jetzt tun?- dachte sich Janeway als Sie den Eingang zu einer Jeffriesrohre entdeckte. Schnell kletterte der Captain die Leiter hinauf, doch ein Soldat war schneller, er packte Kathryn am Bein. Wild schlug sie mit dem Fuß um sich und trat dem Soldaten mitten ins Gesicht. Dabei verlor Sie ihren rechten Schuh, konnte sich aber aus seinem Griff befreien. Ein Phaserschuss von unten zu Janeway hinauf verfehlte Sie wieder nur um haaresbreite und traf das Schott hinter ihr. Der Captain verriegelte die Luke, mit einem festen Schlag der Waffe, auf das Bedienfeld und kroch die lange Jeffriesröhre entlang, bis Sie über den Arrestzellen gekommen war. Durch ein Gitter in der Decke, warf Sie sich mit aller Kraft auf die Wache, die direkt darunter stand, überwältige Ihn schnell und landete im Vorraum der Zellen.
>>Captain! Endlich kommen wir hier raus!<< ,rief Neelix freudig aus.
Janeway blieb ernst und musste sich beeilen: >>Wir haben keine Zeit. Tretet beide ein Stück zurück!<< , sie zielte mit dem Gewehr auf die Schaltfläche. Das Kraftfeld versagte und beide Offiziere waren frei, nun musste ein neuer Plan her, um die Germania zu verlassen. Um mehr Zeit zu gewinnen, feuerte Kathryn einen weiteren Schuss ab, direkt in das Bedienfeld der Zellentür. So konnte niemand mehr, zu ihnen hinein gelange. Dumpfe Schläge waren von draußen zu hören, lange würde die Tür nicht halten.
>>Wir sollten schnell zur Shuttlerampe.<< ,meinte B’Elanna nervös. Janeway überlegte scharf: >>Ich glaube besser wäre es, wenn wir uns nahe der Außenhülle aufhalten, damit wir von der Voyager aufgenommen werden.<< Neelix machte einen Freudensprung: >>Unsere Rettung ist auch schon, super!<< Janeway und Torres blieben weiterhin ernst: >>Noch ist gar nichts Super, Mister Neelix. Die Tür wird nicht ewig halten, wir müssen schnell eine Räuberleiter machen, damit wir hier raus kommen.<< ,entgegnete Kathryn. Weitere erbarmungslose Schläge an dem Korridorzugang, waren zu vernehmen. Mit einer Brechstange wurde die Tür aufgebrochen. Unerwartet rasch, kam ein ganzer Trupp Soldaten, mit Katharina Schmidt an der Spitze, herein gestürmt: >>Tötet Sie! Jetzt ist Schluss mit lustig!<<
Bevor die Soldaten mit ihren Gewehren abdrücken konnten, wurde das Außenteam, sowie die Cochrane von dem Transporterraum der Voyager erfasst und hinüber gebeamt. Übergangslos gingen die beiden Schiffe auf Warp, sie verschwanden von der Bildfläche und ließen die Germania allein zurück.
In einem nahe gelegenen Nebel fanden sie gemeinsam Zuflucht, schwere Reparaturen waren an beiden Raumschiffen jetzt durchzuführen. Die restliche Crew der Khyeen wurde erfolgreich auf die Sinhopa transportiert. >>Captain! Wir werden von der Sinhopa gerufen. Ich lege sie auf den Hauptschirm.<< ,sagte Kim und flog mit seinen Fingern, eilig über seine Konsole. >>Captain Janeway. Es ist schön, sie wieder gesund und munter an Bord ihres Schiffes zu sehen.<< ,meinte der Kommandant aufrichtig. Kathryn war gerührt darüber: >>Ich danke Ihnen Kommandant Rennah. Ich bin sehr froh wieder hier zu sein. Die Unterstützung der Khyeen, wie auch der Sinhopa, bei diesem gefährlichen Vorhaben war bauspielhaft. Meine Crew und ich, möchten uns nochmals bei Ihnen bedanken, ebenso unser Beileid aussprechen, für den tot Ihrer Leute.<<
Rennah wirkte schwer betroffen: >>Ich danke Ihnen für Ihre Anteilnahme, Captain. Für einen Freund haben wir das gerne gemacht. Es war auch für uns eine ganz neue Erfahrung, so weit weg von der Heimat zu sein, jedoch glaube ich, der Rückweg konnte noch einmal hart werden.<<
Janeway nickte: >>Ja, das glaube wir auch, aber gemeinsam schaffen wir das.<< Deshalb habe ich mich auch eigentlich gemeldet.<< ,sprach der Kommandant und fuhr fort: >>Wir haben Probleme bei einigen Reparaturen, weil wir auf so einen Kampf nicht gerüstet waren, haben wir kaum Ersatzteile dabei. Könnten sie uns vielleicht behilflich sein, sonst werden wir den nächsten Kampf wahrscheinlich nicht überstehen.<<
Wieder nickte Kathryn: >>Natürlich helfen wir Ihnen gerne. Schicken sie uns einfach eine Liste mit Ersatzteilen die sie brauen und wir werden sehen, was wir entbehren können. Ich werde sogleich ein Technikteam aufstellen lassen.<<
>>Vielen Dank, Captain Janeway. ,erwiderte der Kommandant: >>Wir sind Stolz, an ihrer Seite kämpfen zu dürfen. Sinhopa Ende.<< Nach knapp sechs Stunden, harter Arbeit und zahlreichen Reparaturen, waren beide Schiff wieder einsatzbereit. Zum Glück war Ihnen niemand in den Nebel gefolgt und so konnten Sie in Ruhe, die komplexen arbeiten fertig stellen. Der Kampf mit den Kazon,sowie der Germania, hatte schwere Spuren hinterlassen. Nun war es an der Zeit wieder nach Hause zurück zukehren, doch wie erwartet, hatte das deutsche Raumschiff vor dem ungeöffneten Subraumtrichter, Stellung bezogen. Auch ihre Reparaturen waren abgeschlossen und der Voyager, als auch der Sinhopa, bei weitem überlegen: >>Wir sollten uns für den Kampf bereit machen. Roter Alarm!<< ,sagte Chakotay, aber Janeway war anderer Meinung: >>Kommando zurück! Wir werden nicht gegen sie kämpfen. Die Germania will genauso wie wir, nur wieder nach Hause gelangen.<<
Chakotay und die anderen auf der Brücke schauten den Captain fragend an: >>Wenn wir nicht gegen Sie vorgehen, was haben Sie dann im Sinn? In weniger als zehn Minuten ist es so weit und die Kazon könnten erneut Verstärkung schicken.<< ,entgegnete der Commander.
>>Ich weiß Chakotay. Ich hoffe aber, dass wir diesen Konflikt, friedlich beilegen können.<<
>>Was schlagen Sie vor?<< , fragte Tuvok mit hochgezogener Augenbraue.
Ohne lange dafür zu überlegen, meinte Janeway: >>Wir werden versuchen, mit Schmidt zu verhandeln. Und ich glaube, ich weiß auch schon mit was.<<
Nachdem sich die Germania keinen Zentimeter von dem Subraumtrichter wegbewegt hatte, nahm die Voyager Kontakt mit ihr auf. Auf dem Hauptschirm sprach eine wütende Katharina: >>Sie sind uns einmal entkommen, diesmal aber nicht. Stellen sie sich dem Kampf?<<
Janeway blieb ruhig und gelassen: >>Kommandantin, können wir das nicht wie zivilisierte Leute klären? Ich würde gerne mit Ihnen verhandeln.<<
Schmidt schüttelte den Kopf: >>Was gibt es da noch zu verhandeln. Wir werden die Crews beider Schiffe gefangen nehmen und die Voyager für unsere Zwecke benutzt. Das andere werden wir zerstören.<<
Der Captain versuchte an Schmidts menschlichkeit zu apelieren: >>Katharina, Sie wollen genauso wie wir wieder nach Hause kommen, verbauen Sie sich bitte nicht eine gute Gelegenheit.<<
>>Seit wann duzen wir uns? Sie wissen ganz genau, dass die Germania, Ihnen weit überlegen ist, deswegen versuchen sie Zeit, zu schinden.<< ,zürnte die Kommandantin am anderen Ende der Leitung. >>Captain! Sie laden Ihre Waffen.<< ,meldete sich Tuvok.
Janeway versuchte einen alten Trick, mit dem sie auch die Borg in Verhandlungen gezwungen hat: >>Ich würde vorschlagen unsere beider Bibliotheken auszutauschen, sicherlich haben sie wichtige Informationen die wir gebrauchen können und umgekehrt. Dafür geben sie uns, sichere Passage durch den Trichter.<<
Schmidt lachte auf: >>Das ist ja lächerlich, damit könnten Sie vielleicht ein Schiff freikaufen, aber nicht beide. Da müssen sie uns schon mehr bieten.<<
Kathryn setzte ihr Pokerface auf: >>Also gut. Wir haben Pläne über eine neue Antriebstechnologie, die wir Ihnen noch oben drauf legen. Er nennt sich Quantenslipstream, ist aber noch nicht ganz ausgereift. Vielleicht können Sie was damit anfangen? Damit sie mir auch glauben, werden wir Ihnen den ersten kleinen Datenblock schicken.<<
Katharina ging zu Erika Müller und schaute sich den Datenstrang an, den die Voyager geschickt hatte: >>Das sieht wirklich vielversprechend aus, aber ich glaube, Sie verschweigen mir noch mehr. Was können sie uns noch anbieten?<<
Kathryn musste sich eingestehen, dass es doch schwieriger war, die Kommandantin übers Ohr zu hauen als gedacht: >>Sie haben mich erwischt, tatsächlich habe ich noch etwas im Angebot, das wir Ihnen geben könnten. Leider haben Sie es sich noch nicht verdient.<<
Chakotay flüsterte dem Captain ins Ohr: >>Es sind weniger als fünf Minuten, wir sollten uns beeilen.<<
Janeway nickte und sprach weiter: >>Wenn sie die Sinhopa, wie auch die Voyager ziehen lassen und mir versprechen die Technologie, die ich Ihnen jetzt gleich anbiete, nicht zu verwenden, bis sie in den Alpha Quadranten zurückgekehrt sind. Dann erhalten sie einen weiteren, sowie größeren Datenblock.<<
Schmidt verzog das Gesicht: >>Was soll dieser Unsinn. Das ist doch ein Trick, wie wollen sie das überprüfen?<<
>>Seien sie versichert, wir werden es überprüfen, egal wo sich die Germania befindet.<< ,erwiderte Janeway. Die Kommandantin ließ sich darauf ein und nickte, ihre Hände kribbelten, als die nächsten Daten in das System eingespielt wurden.
>>Frau Kommandantin! Das sind Informationen und Pläne für eine neue Tarnvorrichtung.<< ,jubelte Erika. Auch Schmidt schaute noch mal genauer hin und war mit dem guten Handel zufrieden: >>Also schön, ich lasse Sie beide ziehen. Aber sollte ich die Voyager noch einmal zu Gesicht bekommen. Werde ich nicht mehr so gnädig sein.<<
Katharina gab ihrem Piloten die Anweisung, mit der Germania Platz zu machen. Gleichzeitig wurde ein gewaltiger Datenblock, von dem deutschen Raumschiff an die Voyager übermittelt, unterdessen ging ein weiter Datenstrang, vom Föderationsschiff zu Germania. Damit war der feindschaftliche Handel, abgeschlossen und erfolgreich.
Wenige Sekunden später öffnete sich auch schon der Trichter, der den Subraum wieder, in hellen Blautönen verließ. Kathryn kostete den Triumph voll aus und entgegnete ihrem Double zum Abschluss: >>Sie waren uns die ganze Zeit überlegen, Frau Kommandantin, aber in Wirklichkeit haben sie uns leider unterschätzt.<<
Die Sinhopa, als auch die Voyager, nahmen Geschwindigkeit auf und flogen durch den Trichter in ihr eigenes Universum zurück.
>>Sie haben uns reingelegt.<< ,sagte Wilhelm Schneider, als er die Datenblöcke untersuchte. Schmidt schaute ihn verwundert an: >>Was meinen Sie?<<
>>Die Pläne der Tarnvorrichtung sind so codiert, dass sie erst freigegeben werden, wenn wir den Alpha Quadranten erreichen. Diese Föderationsschwachköpfe haben uns tatsächlich überlistet!<< ,schimpfte der Oberkommandant und schlug mit seiner Faust auf die Mittelkonsole. Katharina musste daraufhin lächeln, doch das machte Schneider nur noch wütender: >>Was gibt es da noch zu lachen?<< ,fragte er zornig.
>>Ich muss gestehen, so etwas hätte ich Captain Janeway gar nicht zugetraut. Wir können zwar versuchen die Codierung aufzuheben, allerdings glaube ich, dass wir auch damit jahrelang beschäftigt sein werden. Sie hat zumindest daran gedacht, dass uns auf unserer Heimreise nichtlangweilig wird.<< ,entgegnete Schmidt und lachte weiter.
Computerlogbuch der Voyager,
Captain Janeway,
Sternzeit: 52686,9
Wir haben unsere lenoranischen Kampfgenossen sicher zu Hause abgesetzt und nehmen den alten Kurs zu unserem eigenen Alpha Quadranten wieder auf. Die Crew der Germania, wird an Sevens Borgcodierung lange zu beißen haben, dennoch wünsche ich Ihnen, eine gute, sowie sichere Heimreise, in Ihren Alpha Quadranten. Mögen uns die Geister der Vergangenheit immer daran erinnern, was hätte passiert können, wenn der Zweite Weltkrieg anders verlaufen wäre.