Sonntag 12. November 1916
Bis zu diesem Tag hatte die Britannic, bereits fünf Fahrten als Hospitalschiff hinter sich gebracht und bis jetzt, war ihr auch noch nichts zugestoßen. Viele andere zivile Schiffe, hatten bei Weitem weniger Glück gehabt. Sie waren auf Mienen aufgelaufen, wurden in Brand gesteckt, oder waren durch U-Boote, torpediert und versenkt worden.
Es war ein kalter und klarer Abend in Southampton, der Mond stand als große Sichel am Himmel und leichter Bodennebel, durchzog die nassen Gassen. Vor einer Stunde hatte es endlich aufgehört zu regnen, – wie üblich zu dieser Jahreszeit – dachte sich Jasmin, als sie das Hafenbecken mit einer Hansom Cab (Taxi) erreichte. Pfützen hatten sich in den Mulden des Kopfsteinpflasters gebildet und das Pfeifen und Tuten der fahrenden Schiffe, war leise zu hören. Am Kai der Britannic angekommen, herrschte geschäftliches Treiben, Züge mit Dutzenden Waggons voll Kohle, warteten auf die Zuladung des Schiffes, Fuhrwerke mit Nahrung, Fracht und Medizin wurden von den Seeleuten und Lastkräne entladen. Das Bordpersonal, zudem sich jetzt auch Jasmin Stroud zählte, stiegen über kleine Gangways durch schwere Stahltüren, in den seitlichen Rumpf ein. Die dampfenden Schlepper, brachten sich in Position, um die enorme Britannic, aus dem Hafen zu ziehen. An einer der Gangways angekommen, wurde Stroud, von einem uniformierten Offizier mit einem Klemmbrett, aufgehalten: >>Halt! Dürfte ich Ihren Namen wissen?<< ,fragte er lustlos.
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