Tag 6

Freitag 17. November 1916

Dieser sonnige Tag begann angenehm ruhig, als auch routinemäßig. Stroud war wie immer, als Krankenschwester verkleidet und hatte Ihren Kolleginnen beim Überziehen der Betten auf Deck B und anderen Dingen, eifrig geholfen. Auf diesem Deck, gab es weit aus weniger Betten zu Überziehen, weil hier das Promenadendeck mit ansehnlicher Verglasung, einen großen Teil einnahm. Dafür standen aber hier, zahlreiche Kisten und Säcke an den Seiten herum, sodass nur noch eine bescheidene Gasse auf dem Promenadendeck übrig blieb. Auf Deck A, oder auch oberes Promenadendeck genannt, wurde hingegen nicht mit Betten ausgestattet, hier kam die Besatzung und Ärzte unter, während tief im Bauch der Britannic, die Krankenschwestern und Hilfsarbeiter Ihre Kabinen hatten.
Später als gewöhnlich frühstücken die Krankenschwestern heute ihn Ihrem Schwesternzimmer, wie immer setzte sich Violet an Strouds Seite: >>Ich habe gerade zwei Offiziere belauscht, stell Dir vor was ich gehört habe.<< ,erzählte die Oberschwester.
Beide hatten Ihre Freundschaft zueinander gefestigt und tauschten gerne alltägliche Geschichten aus, Sie konnten sich alles erzählen und sprachen gerne miteinander.

→ weiterlesen

Tag 7

Samstag 18. November 1916

Am nächsten Morgen nahmen beide das nächstbeste Dampfschiff, dass zum Festland aufbrach und kamen an den Standort, des Postamtes zurück.
Zum Glück konnte Stroud ein wenig italienisch, um es hier zum Einsatz zu bringen:
>>Buongiorno!<< ,sagte die Agentin in den Raum hinein. Mehrere Männer und Frauen mit dem Postzeichen auf Ihren Uniformen, arbeiteten an etlichen Schaltern. Sie bemerkten gar nicht, dass zwei weitere Personen hereingekommen waren. An jeder Auskunft hatte sich, lange Schlange gebildet und endete direkt an der Tür.

→ weiterlesen

Tag 8

Sonntag 19. November 1916

Ein ohrenbetäubender Lärm schmiss die Agentin aus dem Bett, Ihr Kopf brummte schrecklich, übel war Ihr und ausgeschlafen war Sie auch noch nicht richtig. Sie ging zum Fenster, um frische Luft in Ihr Zimmer zu lassen. Es roch unangenehm nach Restalkohol und war stickig zugleich. Aber als Sie dann das Fenster öffnete, waren schon einige Schlepper damit beschäftigt, die Britannic aus dem Hafen zu ziehen. So wie es aussah, waren die Reparaturen bereits abgeschlossen. Plötzlich war Stroud hellwach.
-Ist es etwa schon Mittag?- fragte Sie sich und schaute zur Uhr. In diesem Moment schlug die versilberte Wanduhr genau zwölf. Sie hatte nicht nur das Frühstück verpasst, sondern was noch viel schlimmer war, den Gottesdienst von Captain Bartlett. In einem unglaublichen Tempo, rannte Jasmin ins Bad. So einen schweren Kater, hatte Sie noch nie gehabt, geschweige denn so lange geschlafen . Wieder ertönte dieser ohrenbetäubende Lärm, der die Agentin vorher aus dem Bett geschmissen hatte, erst jetzt bemerkte Sie, dass es die Dampfpfeifen der Britannic waren. Stroud schlüpfte eilig in die Krankenschwester Uniform und hoffte wenigstens, eine Mahlzeit zu Mittag noch zu ergattern. Im großen Saal angekommen, saßen schon alle beim Essen, auch die Oberschwester hatte sich schon eingefunden. Wie immer war neben Violet ein Platz frei, den Sie für Jasmin reservierte. >>Entschuldigt die Verspätung! Ich hatte etwas Wichtiges zu erledigen.<< ,erklärte die Agentin.

→ weiterlesen