Tag 9

Montag 20. November 1916

Am frühen Vormittag des 20. Novembers, der wieder ein Montag war, wurde ein weiterer Probealarm ausgelöst. Wie die Male zuvor, musste die Crew so schnell wie möglich, ohne viel Aufruhr, an Deck erscheinen. Danach wurden die Rettungsboote mit Personen gefüllt und dazu die Zeit gestoppt. Erneut wurde dies, fünf mal geübt, um sicher gehen zu können, für einen Angriff oder Notfall gewappnet zu sein.
Nach dem Frühstück, bekamen die Krankenschwestern, weitere Erholungszeit für sich. Denn in wenigen Tagen, wenn die Britannic in Limnos angekommen ist, wird es davon nicht mehr all Zuviel geben. Die vielen Verwundeten und Verletzten werden nämlich dann, Priorität haben. Sie verbrachten ihre Zeit, gerne unter sich, mit anderen Personen an Bord, oder waren in der Bibliothek, sowie am Shuffleboardplatz zu finden. In der Zwischenzeit war die Agentin damit beschäftigt, die Briefe aus Grahams Kabine zu begutachten.

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Tag 10 – noch vor acht Uhr

Dienstag 21. November 1916

Paul Wagner einer der deutschen Allgemeinärzte an Bord der Britannic, betrat gerade den Arrestbereich. Mann hatte ihn holen lassen, weil der Gefangene Jacob Graham, starke Magenschmerzen hatte. Ein Wachmann, öffnete die Zelle und ließ Herrn Wagner zu dem Gefangenen hinein. Er schaute kurz auf die Uhr, es war gerade 7:35 Uhr.

Rückblick:
Vor dem Jahr 1900, lebte Paul mit seiner Familie im schönen Bayern, weit ab von den Großstädten, am Land. Die saftigen grünen Wiesen, die großen Berge und Täler waren seine Heimat gewesen. Jeden Morgen, wenn er seine Praxis aufsperrte, konnte man bei schönen Wetter, die Schneebedeckten Gipfel der Alpen sehen.
Durch die Industrialisierung, die sich in ganz Europa entwickelte, zogen viele Familien in die Stadt nach München hinein, um mehr Geld zu verdienen und weil es massenhaft Arbeitsplätze gab. Somit blieb für Paul die kranke Kundschaft aus. Deshalb beschloss Herr Wagner mit seiner Familie, das Gleiche zu tun und das Land, gegen die Ruß bedeckte Großstadt einzutauschen.

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Tag 10 – Kurz nach acht Uhr

21. November 1916

>>Was ist passiert?<< ,brüllte der Captain, als er nur im Pyjama die Brücke erreichte.
>>Entweder hat uns ein Torpedo getroffen, oder wir haben eine Miene gerammt. Sir!<< ,entgegnete der dritte Offizier William Laws beunruhigt und blass.
>>Verdammt! Sind die Schotten schon geschlossen worden?<< ,fragte Alfred angespannt nach.
>>Ja Sir! Jedoch konnten nicht alle geschlossen werden. Im Vorschiff sind mindestens drei oder vier Schotten, die nicht reagieren. Es könnten auch mehr sein, da wir den Strom dort unten verloren haben, aber der Bootsmann und einige Techniker sind bereits unterwegs.<<
>>Verflucht. Machen Sie sofort die Boote fertig zum Abfieren! Ein SOS-Signal muss unverzüglich, an alle umliegenden Schiffe heraus gegeben werden!<< ,erwiderte der Captain. Die Offiziere auf der Brücke nickten und verschwanden eilig in allen Richtungen, währenddessen blieb Bartlett allein zurück. Er hörte dem lauten knarzen und knarren des Schiffes zu. Durch den unüberhörbaren Alarm, der sogar Vampire aus der Gruft holen konnte, waren alle Besatzungsmitglieder sowie Krankenschwestern der Britannic aufgeschreckt worden. Sie ließen Ihre Arbeiten unerledigt zurück und versuchten an Deck zu gelangen.

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